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Deutscher Parkinson Tag: Früherkennung Morbus Parkinson

Neuss (dpv/diz). Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) startet in diesem Jahr zum drittenmal die Kampagne "Hinsehen - handeln - helfen". Damit will die unabhängige und gemeinnützige Selbsthilfeorganisation auf die Wichtigkeit der Früherkennung von Morbus Parkinson aufmerksam machen.

Beginn der Aktion ist der Deutsche Parkinson Tag am 11. April. Schirmherr der dPV und gleichzeitig der Kampagne "Hinsehen - handeln - helfen" ist Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert. Einer Pressemitteilung der dPV zufolge sind derzeit 250 000 überwiegend ältere Menschen an Morbus Parkinson erkrankt. Die Dunkelziffer der noch nicht erkannten Erkrankungen schätzen Experten auf etwa 100 000. Dabei nimmt der Anteil der unter 40-Jährigen deutlich zu. Die Früherkennung dieser derzeit noch unheilbaren Erkrankung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, den Betroffenen eine möglichst lange Berufstätigkeit und eine hohe Lebensqualität zu erhalten.

Je früher erkannt, desto besser

Morbus Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Bemerkbar macht sich die Erkrankung im Frühstadium häufig durch leichte Bewegungsstörungen, Rückenschmerzen und zeitweises Zittern z. B. der Hände. Die Anfangssymptome sind bei jedem Einzelnen sehr unterschiedlich. Die ersten Symptome werden oft nicht richtig diagnostiziert, weil sie auch auf andere, weniger ernste Krankheitsbilder hinweisen können. Fehlende oder falsche Behandlungen im Frühstadium sind die Folge. Je früher Parkinson jedoch erkannt wird, desto besser kann der Betroffene mit Medikamenten und anderen therapeutischen Maßnahmen behandelt werden. Die Erkrankung nimmt dann einen wesentlich besseren Verlauf.

Aufmerksames Hinsehen

Ziel der Aktion "Hinsehen - handeln - helfen" ist deshalb die Sensibilisierung der Betroffenen und deren Umgebung für die Früherkennung der Parkinsonerkrankung. Im Vordergrund stehen Familienangehörige, der Freundes- oder auch Kollegenkreis. Durch aufmerksames Hinsehen ist es möglich, erste Symptome der Erkrankung zu entdecken. Dann ist Handeln gefragt, um mögliche Betroffene einer ärztlichen Betreuung zuzuführen. Der geschulte Arzt kann durch eine frühzeitige Diagnose und geeignete Therapie helfen, die Folgen der Erkrankung zu lindern.

Mit Unterstützung des Förderkreises der pharmazeutischen Industrie und zahlreichen Partnern aus Ärzte- und Apothekerschaft werden bundesweit Informationsveranstaltungen in vielen Städten durchgeführt. Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) koordiniert die Aktion.

Selbsthilfevereine in vielen Städten

Der Selbsthilfeverein besteht seit 1981 und zählt inzwischen über 20 000 Mitglieder. In den rund 400 Kontaktstellen und regionalen Selbsthilfegruppen treffen sich die Patienten und deren Angehörige, tauschen Informationen aus und unterstützen sich gegenseitig. Die dPV vermittelt Adressen von Ärzten oder Fachkliniken, die auf die Diagnose und Behandlung des Morbus Parkinson spezialisiert sind. Videos, Tonkassetten für Gymnastik und Sprachübungen sowie Informationsbroschüren können, teilweise kostenlos, angefordert werden.

Für Anforderungen von Broschüren oder der Checkliste zum (Selbst)Test wenden Sie sich bitte an die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV), Bundesverband, Moselstraße 31, 41464 Neuss. Hotline (0 21 31) 4 10 16/7, E-Mail: ParkinsonV@aol.com

Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) startet in diesem Jahr zum drittenmal die Kampagne "Hinsehen – handeln – helfen.". Damit will die unabhängige und gemeinnützige Selbsthilfeorganisation auf die Wichtigkeit der Früherkennung von Morbus Parkinson aufmerksam machen. Beginn der Aktion ist der Deutsche Parkinson Tag am 11. April. Schirmherr der dPV und gleichzeitig der Kampagne "Hinsehen – handeln – helfen" ist Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert.

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