Arzneimittel und Therapie

American Society of Clinical Oncology: Initiative zur Qualität der Tumorthera

Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) entwickelte ein Programm, in dem landesweit die Qualität der Therapie onkologischer Patienten ermittelt werden soll.

Im April 1999 veröffentlichte das amerikanische Institute of Medicines einen Bericht zu "Ensuring Quality Cancer Care". Darin wurde unter anderem berichtet, dass zu wenig Daten über die Qualität der Therapie von Tumorpatienten in den USA vorliegen. Als Reaktion darauf beschloss die American Society of Clinical Oncology (ASCO) ein Programm zu entwickeln, in dem landesweit die Qualität der Therapie onkologischer Patienten ermittelt werden soll. Das Programm wurde von Wissenschaftlern der Harvard University und der RAND Corporation entwickelt, und es wird weiter von ihnen überwacht.

Daten von 600 Patienten

Die Studie wurde im Mai 2000 begonnen und soll 18 Monate dauern. Zunächst werden die Daten von 600 Patienten, die Brustkrebs oder ein Kolonkarzinom haben, von Wissenschaftlern durchgesehen. Die 600 Patienten werden durch das Nationale Krebsregister der USA aus 30 Krankenhäusern in Großstadtgebieten identifiziert. An Hand der Patientenakten soll festgestellt werden, welche Therapie der Patient erhalten hat und welche Folgebehandlungen durchgeführt worden sind.

Ferner werden die Patienten mit Hilfe eines Fragebogens um die Angaben gebeten, wie sie die Therapie "erlebt" haben, welche Versorgung sie erhalten haben, welchen Versicherungsstatus sie haben und weitere persönliche Daten. Die Befragung der Patienten wird als wichtiger Teil der Studie zur Qualität der Versorgung onkologischer Patienten angesehen. Sowohl die Durchsicht der Patientenakten als auch die Auswertung der Fragebögen wird von einem wissenschaftlichen Gremium durchgeführt auf der Grundlage der Zustimmung des Patienten zu jeder dieser Maßnahmen.

Die Studie wird mit 1 Million US-Dollar hauptsächlich von der Susan G. Komen Breast Cancer Foundation unterstützt. Neben der ASCO beteiligen sich zahlreiche weitere amerikanische onkologische Fachgesellschaften, das National Pharmaceutical Council sowie verschiedene pharmazeutische Firmen an dem Projekt.

Quelle: Mitteilung von Joseph S. Bailes, ASCO Immediate Past President, beim Chemotherapy Foundation Symposium XVIII, New York, 8. bis 11. November 2000.

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