Kommentar

Bioterrorismus: Gesundheitsministerium trifft Vorsorgemaßnahmen

Die mit Milzbranderregern verseuchten Briefe in den USA haben auch hierzulande Trittbrettfahrer animiert, mit derartigen Anschlägen zu drohen. Dies hat das Bundesgesundheitsministerium veranlasst, Vorsorgemaßnahmen gegen bio-terroristische Angriffe zu ergreifen. Auch Apotheker sind zur Mithilfe aufgefordert.

Bereits am 10. Oktober hatte das Kabinett die Einrichtung einer Bundesinformationsstelle für biologische Kampfstoffe im Robert-Koch-Institut (RKI) beschlossen. Aufgabe der Stelle ist es, Informationen über biologische Kampfstoffe zu sammeln, Analysen möglicher Gefährdungen zu erarbeiten sowie Vorschläge für einen besseren Schutz gegen diese Gefährdungen vorzulegen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt teilte vergangenen Mittwoch in Berlin mit, das RKI werde nun die Mitarbeiter sämtlicher Poststellen in wichtigen Behörden und Einrichtungen über Gefahren und Schutzmaßnahmen aufklären.

Apotheker und Ärzte sollen mithelfen

Auch Apotheker sollen ein erhöhtes Augenmerk darauf legen, ob in der Apotheke verdächtige Arzneiausgangsstoffe verlangt werden. Die Apothekerkammern wurde in einem Schreiben des RKI aufgefordert, in ihren Rundschreiben für das Thema zu sensibilisieren. Ebenso sollen Ärzte durch ihre Kammern zu besonderer Aufmerksamkeit angeregt werden.

Weitergehende Informationen des Robert-Koch-Instituts finden Sie im Internet unter www.rki.de. Fragen zu den Erregern, ihrer Symptomatik, den diagnostischen Möglichkeiten oder auch den Therapien können an die zentrale Informationsstelle gerichtet werden (Telefon 01888-754-3430, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr).

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