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Keine kostenlose "Pille danach" an Schulen

BONN (im). Die Bundesregierung setzt sich nicht für eine kostenlose Abgabe der "Pille danach" an Schulen ein. Wegen nicht unerheblicher Nebenwirkungen sollte das Präparat nicht als reguläres Verhütungsmittel fungieren, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Edith Niehuis (SPD) vor kurzem im Bundestag.

Die FDP-Abgeordnete Ina Lenke hatte gefragt, ob die Abgabe des Arzneimittels mit den Wirkstoffen Levonorgestrel und Ethinylestradiol an Schulen wünschenswert sei. Niehuis, Parlamentarische Staatssekretärin im Familienministerium, verneinte dies. Die Bundesregierung setze vielmehr auf Aufklärung zur Vermeidung von Teenager-Schwangerschaften, sagte sie. Die Abgabe des verschreibungspflichtigen Präparats sollte auch weiterhin ärztlich kontrolliert erfolgen. Unterschiedliche Angaben gab es im Bundestag zur absoluten Höhe der Teenager-Schwangerschaften in Deutschland.

Während Irmingard Schewe-Gerigk (Bündnis 90/Die Grünen) in diesem Zusammenhang von einem Anstieg von jährlich 4300 auf 5100 schwangeren Minderjährigen in den letzten drei Jahren sprach, gab Niehuis für 1998 als absolute Zahl 4683 Schwangere unter 18 Jahren an und konstatierte nur einen leichten Anstieg. Im internationalen Vergleich liege die Geburtenrate bei unter 18-Jährigen in Deutschland niedrig, so die Parlamentarische Staatssekretärin.

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