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LAK Hessen kündigt die Mitgliedschaft im ZL

ESCHBORN (zl/diz). Die Landesapothekerkammer Hessen hat ihre Mitgliedschaft im Zentrallaboratorium deutscher Apotheker (ZL) gekündigt. Als Grund gibt die Kammer jahrelange "schwelende Untätigkeit" an. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Klämbt und die Leiterin des ZL, Frau Prof. Helga Möller, bitten um Veröffentlichung nachfolgender Stellungnahme hierzu.

Die LAK Hessen hat ihre Mitgliedschaft des ZL gekündigt zum 31. Dezember 2000 mit Wirkung vom 31. Dezember 2001. Sie will diese Kündigung als "deutliches Zeichen für eine rund fünf Jahre schwelende Untätigkeit" des ZL verstanden wissen, so der Bericht über die Delegiertenversammlung der LAK Hessen. Die Delegierten kündigten allerdings auch an, ins ZL wieder einzutreten, wenn dieses endlich schlüssige Konzepte zur künftigen Finanzierung und Organisation vorlegt (PZ 145, 4129, 2000).

Vorstand und Geschäftsführung des ZL bedauern diese Entscheidung außerordentlich. In einer Zeit, in der der Berufsstand fest zusammen stehen muss, um den Angriff der Systemveränderer doch noch abzuwehren, geht der Appell des ZL-Vorstandes an die Landesapothekerkammer Hessen, mit zu helfen, diese Einheit zu wahren.

Den hartnäckigen Forderungen der Krankenkassen, trotz eindeutiger Urteile aus jüngster Zeit, den Versandhandel einzuführen, müssen wir das Argument der Arzneimittelsicherheit entgegenhalten. Dazu benötigt der Berufsstand mehr denn je das ZL, als unabhängige wissenschaftliche Einrichtung des Berufsstandes. Der hohe wissenschaftliche Erkenntnisstand des ZL ist dabei von größter Bedeutung.

Seit nun zwei Jahren steht das ZL unter der neuen Leitung von Frau Professor Möller. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung des ZL, also aller Landesapothekerkammern, haben in diesen beiden Jahren zu einer umfassenden Neustrukturierung des ZL geführt und entsprechen damit den Erfordernissen an gemeinnützige Körperschaften nach dem neuen Steuerrecht.

Über die aktuellen Informationsbriefe wurden zwischen den Versammlungen die Kammern über die laufende Fortentwicklung unterrichtet. Die nötigen Investitionen, das Haus auf die Erfordernisse einer modernen Analytik einzustellen, konnten aus dem laufenden Haushalt ohne Beitragserhöhungen bewältigt werden.

Nachdem für das kommende Jahr zum jetzigen Zeitpunkt bereits zwei Drittel des Auftragsvolumens gesichert sind, können Vorstand und Geschäftsführung die Planungen für das Jahr 2001 in Angriff nehmen. Das ZL benötigt den Berufsstand und der Berufsstand benötigt das ZL. Eine wissenschaftlich fundierte unabhängige Meinung zu allen Fragen der Arzneimittelsicherheit bleibt für den Berufsstand unverzichtbar. Vorstand und Geschäftsführung des ZL wurden zur Entscheidung der Delegiertenversammlung Hessen nicht gehört, gleichwohl ist das ZL offen für den Dialog und hofft auch künftig auf die Unterstützung der Kollegenschaft in Hessen.

Gemeinsam sind wir stark.

Die LAK Hessen hat ihre Mitgliedschaft des ZL gekündigt zum 31. Dezember 2000 mit Wirkung vom 31. Dezember 2001. Sie will diese Kündigung als "deutliches Zeichen für eine rund fünf Jahre schwelende Untätigkeit" des ZL verstanden wissen, so der Bericht über die Delegiertenversammlung der LAK Hessen. Die Delegierten kündigten allerdings auch an, ins ZL wieder einzutreten, wenn dieses endlich schlüssige Konzepte zur künftigen Finanzierung und Organisation vorlegt . Der Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Klämbt und die Leiterin des ZL, Frau Prof. Helga Möller, nehmen dazu Stellung.

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