Arzneimittel und Therapie

Vergleichsstudie: Donepezil ist besser verträglich als Rivastigmin

Die Ergebnisse der ersten offenen Vergleichsstudie zwischen Donepezil (Aricept) und Rivastigmin (Exelon) ergaben nach einer Mitteilung von Eisai GmbH und Pfizer GmbH bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Krankheit eine bessere Verträglichkeit für Donepezil.

Die Auswertung eines Fragebogens bezüglich der allgemeinen Zufriedenheit der Ärzte mit der jeweiligen Therapie zeigte außerdem: Im Vergleich zu der Rivastigmin-Therapie waren die behandelnden Ärzte mit der Donepezil-Therapie in doppelt so vielen Fällen "sehr zufrieden".

In der multinationalen 12-wöchigen Studie wurden 111 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Krankheit und einem Durchschnittsalter von 74,5 Jahren randomisiert in zwei Gruppen mit unverblindeter Medikation behandelt. Verträglichkeit und Einfachheit der Handhabung beider Medikamente sowie die Zufriedenheit der Ärzte mit der jeweiligen Therapie wurden verglichen. Die Beurteilung der kognitiven Leistungsfähigkeit wurde von Prüfern durchgeführt, die über die jeweilige individuelle Prüfmedikation nicht informiert waren. Über die gesamte Behandlungsphase zeigten die Ergebnisse des Alzheimer's Disease Assessment Scale - cognitive subscale (ADAS-cog) für beide Gruppen ähnliche Fortschritte verglichen mit der Ausgangsbasis.

In der Rivastigmin-Behandlungsgruppe klagten im Vergleich zur Donepezil-Behandlungsgruppe viermal so viele Patienten über Übelkeit (41,8 Prozent gegenüber 10,7 Prozent), dreimal so viele über Erbrechen (23,6 Prozent gegenüber 7,1 Prozent), und doppelt so viele brachen die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab (21,8 Prozent gegenüber 10,7 Prozent). Neben diesen Symptomen litten die Patienten der Rivastigmin-Gruppe außerdem stärker unter Kopfschmerzen, Appetitverlust und Somnolenz als die der Vergleichsgruppe.

Die Aufdosierungen während dieser Studie folgten den jeweils empfohlenen, zugelassenen Dosierungsempfehlungen. Während 87 Prozent der Patienten die empfohlene Maximaldosis von Donepezil (10 mg pro Tag) vertrugen, war dies bei Rivastigmin (12 mg, zweimal täglich 6 mg) nur bei 47,3 Prozent der Fall. Patienten, die höhere Dosen nicht tolerierten, konnten mit einer niedrigeren Dosierung weiter an der Studie teilnehmen. Die Anfangsdosis von zweimal täglich 1,5 mg Rivastigmin wurde alle zwei Wochen um 3 mg pro Tag gesteigert, bis 12 mg (zweimal täglich 6 mg) erreicht waren. In der Donepezil-Gruppe erhielten die Patienten zunächst vier Wochen lang 5 mg und danach 10 mg einmal täglich.

Die bessere Verträglichkeit und höhere Patienten-Compliance in der Donepezil-Therapie gewinnt im Zusammenhang mit den Ergebnissen von zwei einjährigen plazebokontrollierten klinischen Studien zur Wirksamkeit von Donepezil an Bedeutung. Im Rahmen einer einjährigen US-Studie konnte die Alltagskompetenz der Donepezil-Patienten gegenüber der Plazebo-Gruppe um durchschnittlich fünf Monate länger erhalten werden. Eine multinationale einjährige Studie belegte mittels des Mini Mental Status Test (MMST), dass unter der Therapie mit Donepezil die kognitive Leistungsfähigkeit über ein ganzes Jahr hinweg weitgehend erhalten werden kann.

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