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Unter der Überschrift "Gefangen in der Richtgrößen-Grotte - Wie Ärzte sich selbst helfen können" plädiert die Ärzte Zeitung vom 22./23. September dafür, dass Ärzte mit Hilfe selbst entwickelter Regressanalyse-Instrumentarien die eigenen Verordnungen auf Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüfen können, um von der desolaten Datenlage und der Kassen-Informationspolitik loszukommen:

Globaldaten, die derzeit (mit einem gewissen Fehler behaftet) von den Apotheken-Rechenzentren geliefert werden, eigentlich aber von den Kassen beigebracht werden sollten, sind für den einzelnen Arzt und für die Steuerung seines Praxisbudgets nahezu ohne Erkenntniswert. Dass sich die Investition lohnt, zeigt folgende Rechnung: Wird eine Richtgröße (je Quartal) nur um zehn DM überschritten und können keine Praxisbesonderheiten geltend gemacht werden, dann kann es in einer durchschnittlich großen 1000-Scheine-Praxis zu einem Regress von 40 000 DM im Jahr kommen. Gesetzt den Fall, ein Arzt lässt dieses Problem über zwei oder drei Jahre schleifen, dann wird leicht ein sechsstelliger Regressbetrag fällig - das Kind liegt im Brunnen.

Eigenes Engagement, die Bereitschaft in moderne Praxis-EDV zu investieren und gewisse, moderate Preise für ein Analyseinstrumentarium zur Steuerung der Arzneimittelverordnungen zu zahlen kann daher durchaus ein Schutz vor unliebsamen Überraschungen sein.

Mehr noch: Verbände der Arzneimittelhersteller und auch die KBV beklagen in seltener Einmütigkeit wachsende Versorgungslücken. Verschiebung der Behandlung ins nächste Budgetjahr, Zwei-Klassen-Medizin, Verweigerung an sich notwendiger, vor allem aber innovativer Arzneimittel - das sind die Feststellungen.

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