Prisma

Asthma in einer Generation auf das Doppelte gestiegen

In nur einer Generation haben Heuschnupfen, Asthma und andere Atembeschwerden um das Doppelte zugenommen.

Das zeigen zwei identische Untersuchungen, die schottische Forscher im Abstand von zwanzig Jahren an über tausend Personen mittleren bis vorgerückten Alters und an einer vergleichbaren Zahl von deren Nachkommen durchgeführt haben. Litten 1976 drei Prozent der untersuchten Bevölkerung an Asthma, waren es 1996 bereits acht Prozent. Die Fälle von Heuschnupfen nahmen im gleichen Zeitraum sogar von sechs auf zwanzig Prozent zu.

Um auszuschließen, dass das Ergebnis durch ein eventuell inzwischen gewachsenes Asthma-Bewusstsein in der Bevölkerung verfälscht wurde, fassten die Forscher Asthma und Atemnotbeschwerden wie Keuchen zusammen. Auch in diesem weitesten Sinn definiert, war die Tendenz jedoch eindeutig: Die Asthma-Fälle hatten sich innerhalb des Untersuchungszeitraums verdoppelt - allerdings nur bei jenen Personen, die auch an Heuschnupfen litten.

Heuschnupfen gilt als eine Hauptursache von Asthma. Die Ergebnisse deuten also darauf hin, dass der dreimal häufiger gewordene Heuschnupfen sehr wahrscheinlich auch zu mehr Asthma-Anfällen geführt hat. astra

Quelle: British Medical Journal 2000, Vol. 321, Nr. 7253 vom 8.7.2000, S. 88-92

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