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Italien: Vor Gesetzesänderungen

MERAN (diz). Einen kleinen Blick ins italienische Apotheken- und Gesundheitswesen warf Dr. Maximin Liebl, Präsident der Apothekerkammer Bozen, in seinen Grußworten zur Eröffnung der Meraner Fortbildungswoche der Bundesapothekerkammer (28. Mai bis 2. Juni).

Die in Mailand befürchtete Akquisition einer bestehenden Ausnahme-Apothekenkette durch den deutschen Pharmagroßhändler Gehe sei bis jetzt noch nicht vollzogen worden, obwohl Gehe bereits angekündigt habe, rund 3 Mrd. Lire dafür an die Stadtkasse zu zahlen. Die italienischen Apotheker gäben sich noch der Hoffnung hin, dies verhindern zu können, andernfalls käme enorme Unruhe auf, Kettenbildung könnte fortschreiten. Zur Erinnerung: Vor über einem Jahr erwarb Gehe in Bologna die als Ausnahme auch in dieser Stadt bestehenden kommunalen Apotheken, da sie für die Stadt unrentabel geworden waren (die DAZ berichtete).

Derzeit werden italienische Apotheker mit zwei ins Parlament eingebrachten Gesetzentwürfe konfrontiert. Während der eine größere Liberalisierung fordert, u. a. eine Niederlassungsfreiheit erreichen möchte, stellt sich der andere Gesetzentwurf eine stärkere Einbindung der Apotheker ins Gesundheitswesen vor, z. B. auch in die Gesundheitserziehung der Bevölkerung. Wie die Beratungen ausgehen, sei noch offen, so Liebl, sicher ist, dass sich etwas verändern werde, wahrscheinlich nicht zu Gunsten der Apotheker, und dass es noch einige Zeit dauern werde.

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