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Drei Parmapharm-Apotheken an der Spitze

BERLIN (bra). Drei Apotheken, die sämtlich der Apotheken-Kooperation Parmapharm angehören, haben den diesjährigen "Apotheken-Marketingpreis" gewonnen. Dieser in den Vorjahren von der "Apotheken Praxis" verliehene Preis wurde in diesem Jahr erstmals gemeinsam von der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) und der Sanacorp vergeben.

Der im Zusammenhang mit der DAV-Wirtschaftstagung in Berlin überreichte "Apotheken-Oscar" besteht genau betrachtet aus zwei Preisen: dem Preis für das Lebenswerk und einem Preis für ein erfolgreiches aktuelles Marketingkonzept.

Sieger im Wettbewerb um einen besonders erfolgreiches aktuelles Marketingkonzept wurde Christa Steffer, Leiterin der elbVital-Apotheke in Hamburg. Der Preis für das Lebenswerk ging an die beiden "Löwen-Apotheker" Helmut Krämer (Mannheim) und Wolf-Peter Krause (Preetz).

Der frühere Chefredakteur der "Apotheken Praxis" Klaus Hölzl, der jetzt bei der PZ eine Management-Beilage betreut, meinte in Berlin, vor zehn Jahren sei Marketing in den Apotheken noch weitgehend unbekannt gewesen: "Manche handeln noch heute, als müssten sie nicht aktiv werden; sie leben in den Ruinen ihrer Vergangenheit". 114 Apotheken hätten sich um den Marketingpreis beworben. Wichtige Punkte bei der Auswahl der Preisträger seien gewesen, ob es für die Marketingmaßnahmen eine Jahresplanung gegeben habe und ob diese auch umgesetzt worden sei; schon bei der Frage, ob es denn in der Apotheke ein Marketingbudget gebe, hätten viele der Bewerber passen müssen.

Die Bewerber kamen, so Hölzl, aus allen Teilen Deutschlands - wobei der Norden und der Westen etwas stärker vertreten gewesen sei. Etwa zwei bis drei Prozent ihres Umsatzes investierten die Bewerber in der Regel für ihr Marketing. Dafür würden sie allerdings oft auch mit einem zweistelligen Umsatzzuwachs belohnt. Die Besten unter den Bewerbern verstünden ihre Apotheken als Marken, und sie versuchten ihre Apotheken durch ein Markenmanagement zu optimieren. Wichtig sei auch, die Leistungen der Apotheke kommunizieren zu können. Die Leiter marketingorientierter Apotheken zeichneten sich in der Regel dadurch aus, dass sie den Mut haben zu delegieren und fähig seien, in Netzen zu denken.

Mitglieder der Jury waren der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes Hermann S. Keller, der Sanacorp-Vorstand Jochen Roos sowie der Preisträger des ersten Marketingpreises, Apotheker Jochen Schreier.

Helmut Krämer, Leiter der Löwenapotheke in Mannheim, bedankte sich für den Preis mit dem Hinweis, zwei wichtige Voraussetzungen für seinen Erfolg seien Eigeninitiative und Durchhaltevermögen gewesen. Krämer, der mit seinem besonderen Engagement für die Homöopathie Vorreiter für viele andere Kollegen geworden ist, strich besonders heraus, dass er bei allen seinen Vorhaben gute Partner gefunden habe. Im Zusammenhang mit seinem höchst erfolgreichen Homöopathie-Programm verwies er auf seinen Kollegen Thomas Laubinger und auf den Deutschen Apotheker Verlag. Krämer: "Über den Preis oder über Flyer haben wir nie etwas gemacht".

Wolf-Peter Krause, Leiter der zu einem umfassenden Gesundheitszentrum ausgebauten Löwen-Apotheke in Preetz, erzählte von den Schwierigkeiten, auf die er besonders am Anfang, aber auch später immer wieder gestoßen sei. Am Anfang seines Weges sei er sogar mit einem Berufsgerichtsverfahren überzogen worden. Vor diesem Hintergrund freue ihn besonders, dass er nun von der ABDA-eigenen Pharmazeutischen Zeitung (dem "Osservatore Romano der Deutschen Pharmazie") einen Marketingpreis erhalte.

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