Prisma

Rotwein und Herz: Es geht auch ohne Alkohol

Der protektive Effekt von Rotwein auf Herz und Kreislauf ist laut einer aktuellen Studie unabhängig vom Alkohol.

Für die herzprotektive Wirkung von Rotwein sind in der Hauptsache die darin enthaltenen Flavonoide verantwortlich. Diese werden vom Körper allerdings nur in Verbindung mit Alkohol optimal aufgenommen. "Stimmt nicht" – so die Aussage einer Forschergruppe von der Universität Kalifornien in einer der letzten Ausgaben der Fachzeitschrift "The American Journal of Clinical Nutrition".

Die Wissenschaftler um Jennifer Bell konnten beim Vergleich von normalem Rotwein mit einem dealkoholisierten Produkt (bei gleichem Flavonoid-Gehalt) keinen Unterschied in der Flavonoid-Resorption beobachten. Im Gegenteil: Während bei Personen, die den normalen Rotwein getrunken hatten, der Flavonoid-Spiegel rasch wieder sank, blieb er nach Aufnahme des dealkoholisierten Rotweins über längere Zeit erhöht. Die Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass der in Rotwein enthaltene Alkohol nicht nur unnötig für den herzprotektiven Effekt ist, sondern sogar kontraproduktiv wirken könnte.

Quelle: The American Journal of Nutrition 2000, Vol. 71, Nr. 1, S. 103 – 108

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