Prisma

Konservierungsmittel gegen Karies?

Konservierungsstoffe wie Benzoate oder Sorbate unterstützen die zahnschützende Wirkung von Fluoriden. Diesen Nebeneffekt fanden amerikanische Forscher in einer aktuellen Studie an Ratten heraus.

Schon bei früheren Versuchen im Reagenzglas konnte gezeigt werden, dass Konservierungsstoffe eine ähnliche Wirkung an den Zähnen zeigen wie die Fluoride: Sie hemmen die säureproduzierenden Bakterien der Mundflora und schützen so vor der Entstehung von Karies.

Bestätigt wurden diese Ergebnisse nun durch einen Versuch von William Bowen an Ratten. Die Ratten erhielten entweder Fluoride, Benzoate, Fluoride und Benzoate oder keine Prophylaxe. Das Ergebnis bestätigte die Vermutung: Fluoride allein konnten in drei Wochen die Zahnlöcher von durchschnittlich 16 auf zwei reduzieren. Wurde zusätzlich 0,1 Prozent Benzoat verabreicht, bekamen die Ratten im Schnitt weniger als ein Loch. Bei 0,2 Prozent Benzoat - zusätzlich zum Fluorid - blieben sie ganz von Zahnlöchern verschont. Diese Prozentanteile sind übliche Mengen, wie sie in Lebensmitteln zu finden sind. Auch in unbehandelter Nahrung sind Benzoate enthalten, z. B. in Preiselbeeren, Pflaumen oder Zimt.

Möglicherweise lässt sich ein Nutzen aus diesen Ergebnissen ziehen, zum Beispiel, "indem man die Konservierungsstoffe in die Zahnpasta gibt", so Bowen. Bis dahin - und auch generell - solle aber jeder versuchen, regelmäßig die Zähne zu putzen und Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt zu meiden. la

Quelle: www.eurekalert.org

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