Prisma

Der Anti-Virus-Handschuh

Verletzt sich der Arzt mit dem Messer oder sticht sich aus Versehen selbst mit der Nadel, bieten die herkömmlichen Gummihandschuhe keinen ausreichenden Schutz gegen Infektionen.

Chemikern der Universität Essen ist es nun - in Kooperation mit zwei Firmen - gelungen, einen "Anti-Virus"-Handschuh herzustellen. Der doppelwandige Gummihandschuh enthält Tröpfchen eines virustötenden Tensids, das in eine Kautschukmatrix eingebettet ist. Dieses Viruzid wird freigesetzt, sobald der Handschuh beschädigt wird und "sprengt" die Proteinhüllen der Viren. So wird die Gefahr einer Infektion mit HIV, Hepatitis oder anderen Viren vermindert.

Der Handschuh wird zur Zeit in mehreren Kliniken und Instituten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien getestet. Bewährt er sich in dieser Testphase, muss er noch als Medizinprodukt zugelassen werden. Eine Fertigungsanlage für die kommerzielle Herstellung wird in Frankreich bereits geplant. la

Quelle: www.wissenschaft.de; Mitteilung von Prof. Dr. Heinz Rehage, Universität Essen.

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