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1998 in Deutschland: 3,4 % weniger Geburten als im Vorjahr

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 1998 782 000 Kinder geboren, 3,4% weniger als 1997.


Während es 1998 im früheren Bundesgebiet mit 682 000 lebendgeborenen Kindern im Vorjahresvergleich zu einem Rückgang der Geburten um 4,2% kam, wurde in den neuen Ländern und Berlin-Ost mit 100 000 Geburten ein weiterer Geburtenanstieg um 1,8% registriert. Damit ergibt sich - bei noch immer erheblichem Abstand - eine weitere Annäherung an die Geburtenhäufigkeit im früheren Bundesgebiet. Sie lag 1998 im früheren Bundesgebiet bei 10,2 Lebendgeborenen je 1 000 Einwohner, in den neuen Ländern und Berlin-Ost bei 6,5.
In Deutschland starben 1998 nach vorläufigen Ergebnissen 851 000 Menschen, 0,7% weniger als 1997. Im früheren Bundesgebiet starben 687 000 Menschen (- 0,5%), in den neuen Ländern und Berlin-Ost 164 000 (- 1,4%). Stellt man Geburten und Sterbefälle gegenüber, so verstarben im Jahr 1998 in Deutschland 69 000 Personen mehr als Kinder geboren wurden. 1997 hatte es 47 000 mehr Sterbefälle als Geburten gegeben.
In Deutschland wurden im Jahr 1998 insgesamt knapp 417 000 Ehen geschlossen, im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 1,2%. Damit setzte sich der seit 1991 bestehende Trend fort. Im früheren Bundesgebiet wurde 1998 mit 362 000 Eheschliessungen das Vorjahresniveau um 1,8% unterschritten. In den neuen Ländern und Berlin-Ost hat sich dagegen die Zahl der standesamtlichen Trauungen mit 55 000 um 2,8% im Vorjahresvergleich erhöht.

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