Prisma

Silvester 2000: Das Jahrtausendbaby

Der Kult um den Jahrtausendwechsel treibt seltsame Blüten. Britische Fernsehsender haben bereits damit begonnen, sich Rechte in Entbindungsstationen zu sichern, um die allererste Geburt im neuen Jahrtausend zu filmen.

Damit jedoch nicht genug. Da man möglichst nichts dem Zufall überlassen will und die Konkurrenz ja bekanntlich nicht schläft, geht der Privatsender ITV sogar so weit, dass er 10 Paare vertraglich zu einem Schäferstündchen am 10. April 1999 verpflichten will. Sollte die Nacht bei einem oder mehreren dieser Paare "erfolgreich" verlaufen, hofft man, das Jahrtausendbaby bereits vom Tag seiner Zeugung an dokumentieren zu können.

Von Kritikern wird allerdings angezweifelt, dass ITV mit diesem Vorgehen Sieger im "Babywettlauf 2000" wird: Erstens kursieren bezüglich des günstigsten Zeugungstages erheblich abweichende Daten (auch der 19. und 26. März werden favoritisiert), zweitens gelten britische Frauen was die pünktliche Einhaltung von Geburtsterminen betrifft als nicht allzu verlässlich (japanische Frauen schneiden statistisch gesehen weitaus besser ab) und drittens ist das erste Baby im Jahr 2000 aufgrund der geographischen Lage eher in Neuseeland als in Großbritannien zu erwarten.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, wäre ITV oder einem Konkurrenzsender also zu raten, den Versuch an allen drei "günstigsten" Tagen mit japanischen Versuchspaaren durchzuführen und diese dann für den Jahrtausendwechsel nach Neuseeland zu verfrachten. Aber das ginge dann vielleicht doch etwas zu weit. ral

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