Arzneimittel und Therapie

Inhalatives Glucocorticoid: Fluticason erhält Zulassung für COPD

Fluticason hat als inhalatives Glucocorticoid die Zulassung für die Behandlung der COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, chronisch obstruktive Bronchitis) erhalten, wie Glaxo Wellcome jetzt berichtete.

So belegt z. B. die ISOLDE-Studie (Inhaled Steroids in Obstructive Lung Disease in Europe):

  • eine Verlangsamung der Progression der Krankheit durch Fluticason;
  • Fluticason reduzierte die Zahl der Exazerbationen pro Jahr um 25%;
  • Fluticason hatte einen positiven Effekt auf alle Aspekte des Gesundheitszustandes.

Die COPD umfasst das gesamte Spektrum der chronischen Bronchitis, der chronisch obstruktiven Bronchitis und des Lungenemphysems. In Europa ist sie zusammen mit Asthma und Pneumonie die dritthäufigste Todesursache. Dennoch wurde ihre Behandlung lange Zeit vernachlässigt. Die zentrale Rolle entzündlicher Prozesse für die Pathogenese der COPD ist schon seit langer Zeit bekannt und durch In-vitro-Untersuchungen gut belegt. Aufgrund der ungenügenden Studiendaten galt der Einsatz inhalativer Corticosteroide jedoch lange Zeit als umstritten.

ISOLDE-Studie

Die ISOLDE-Studie (751 Patienten) lieferte jetzt Belege für die langfristige Verbesserung der Prognose bei obstruktiven Lungenerkrankungen durch Fluticason. Während des dreijährigen Beobachtungszeitraumes verlangsamte Fluticason (2 x 500 mg) die Progression der Krankheit signifikant gegenüber der Gabe von Plazebo.

Die Abnahme der Sekundenkapazität verringerte sich in der Fluticason-Gruppe um 32%, die Exazerbationsrate um 25%. Als Folge ging in der Verum-Gruppe die Zahl von Studienabbrüchen signifikant zurück. Im Verlauf der Studie zeigte sich ein signifikant besserer Gesundheitszustand der Patienten in der Fluticason-Gruppe (34%). Die Zeit bis zum Erreichen der klinischen Relevanz der Symptome war um 54% verlängert. Der Unterschied vergrößerte sich im Verlauf der Studie ständig, was auf eine Abschwächende Wirkung des Krankheitsverlaufs hinweist und eine langfristige Verbesserung der Prognose erwarten lässt.

Die ISOLDE-Studie belegt zusammen mit anderen klinischen Studien und In-vitro-Experimenten den therapeutischen Nutzen von Fluticason bei der COPD. Die vorliegenden Studiendaten ermöglichen die Entwicklung neuer Behandlungsempfehlungen unter Berücksichtigung einer Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten. Mit Fluticason steht somit ein Medikament zur Verfügung, das die Bekämpfung der an der COPD beteiligten entzündlichen Prozesse ermöglicht. Die in einer Vielzahl von Studien belegte gute Verträglichkeit macht eine langfristige Behandlung der COPD möglich, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Prognose führen kann. Häufigkeit und Schwere der Exazerbationen werden vermindert und der allgemeine Gesundheitszustand der Patienten signifikant verbessert, so Glaxo Wellcome.

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