Prisma

Eizellen und Sperma aus dem Internet

Ein Baby mit "schönen" Erbanlagen gefällig? Das Internet macht es möglich: Amerikanische Models versteigern Eizellen und Sperma.

Versteigerungen sind derzeit im Internet groß in Mode. Von A wie Auto bis Z wie Zahnbürste kann eigentlich alles ersteigert werden, was man sich nur vorstellen kann. An und für sich eine nette Einrichtung, die offenbar aber auch ihre Schattenseiten hat. Denn parallel zum Versandhandel mit illegalen Produkten wie Kinderpornos oder verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, bieten natürlich auch die Versteigerungsplattformen Möglichkeiten zum Missbrauch. So wurde z. B. bei einem deutschen Internetauktionshaus vor kurzem eine menschliche Niere feilgeboten. Sie hätte einen guten Preis erzielt, wäre die Auktion nicht rechtzeitig gestoppt worden.

Nicht ganz so kriminell - aber dennoch ziemlich fragwürdig - ist das Angebot auf der Web-Site des Amerikaners Ron Harris mit der klingenden URL www.ronsangels.com: Weibliche Models bieten dort ihre Eizellen zum Verkauf an, ein entsprechendes "Samenangebot" von ihren männlichen Kollegen ist ebenfalls vorhanden. Die Seiten sind gut besucht. Erste Gebote wurden bereits abgegeben, obwohl das Mindestgebot mit 15 000 Dollar nicht gerade billig erscheint. Aber Schönheit für den Nachwuchs hat eben ihren Preis.

Direkt verboten ist der Verkauf derartiger "Produkte" in den USA nicht, in Deutschland wäre ein solches Angebot dagegen illegal. Auch in Amerika scheiden sich die Meinungen jedoch an der Seite. Vom Sprecher der American Society of Reproductive Medicine, Sean Tripton, wurde das Angebot als "unethisch und geschmacklos" verurteilt. ral

Quelle: www.wissenschaft.de

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