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BVA-Fortbildungs-Highlight: "Therapie von Krebserkrankungen"

Eine Fortbildungsveranstaltung der besonderen Art organisiert die BVA-Landesgruppe Baden-Württemberg dieses Jahr - den BVA-Tag am Samstag, den 17. April 1999, in Freiburg. Wir konnten hochkarätige Referenten gewinnen, nämlich Herrn Dr. Hallauer aus Berlin sowie Herrn Professor Nagel und seine Mitarbeiter von der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Die Veranstaltung, die von 10.00 bis 16.00 Uhr dauert, hat die Therapie von Krebserkrankungen zum Thema. Geplant sind drei Vorträge und eine Podiumsdiskussion. Außerdem wird uns Professor Nagel durch die Klinik führen und uns seinen - in deutschen Krankenhäusern bisher einmaligen - ganzheitlichen Therapieansatz erläutern.

Zunächst geht es um ein aktuelles gesundheitspolitisches Thema, wie die optimale Versorgung der Krebspatienten bei knappen Ressourcen im Gesundheitswesen. Diesen Vortrag wird Dr. med. J.F. Hallauer halten. Er ist Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin am Universitätsklinikum Charite der Humboldt-Universität Berlin, Bereich Gesundheits-System-Forschung, und beschäftigt sich mit Konzepten für eine künftige Gesundheitspolitik.

Anschließend werden uns Professor Nagel und Professor Bartsch, Klinik für Tumorbiologie (KTB) in Freiburg, erläutern, wie sie an ihrer Klinik die schulmedizinische und komplementärmedizinische Behandlung von Krebspatienten handhaben, und uns ihr Modell der "offenen Medizin" vorstellen. "Offene Medizin" bedeutet, die Patienten mit ihren Ängsten, irrationalen Vorstellungen über die Krankheit und Wünschen nach einer möglichst schonenden Therapie ernst zu nehmen, aber gleichzeitig die kritische Grundhaltung des Schulmediziners zu bewahren. Diese oft uneingestandenen subjektiven Vorstellungen der Patienten sind wichtig für deren Therapietreue. Die KTB hat Modelle zur Gesprächsführung mit Tumorpatienten entwickelt, um die Ursachen für deren Wünsche nach sogenannten "alternativen Therapien" besser verstehen zu können. Ihr salutogenetischer Ansatz zielt darauf ab, die Selbstheilungskräfte der Patienten zu stärken. Das ist eine radikale Abkehr von der bisherigen Denkweise der Medizin, die bestrebt ist, Krankheitsauslöser wie Bakterien, Viren oder Tumorzellen mit Mitteln von außen zu vernichten. Entscheidend ist dabei, den Patienten die Überzeugung zu vermitteln, daß sie selbst etwas gegen ihre Krankheit unternehmen können, anstatt ihr nur passiv ausgeliefert zu sein.

Wie sieht nun die Aufgabe von uns Apothekenmitarbeitern in diesem Konzept aus? Oft sind wir die ersten, an die sich die Patienten und ihre Angehörigen mit der Frage nach "alternativen Krebstherapien" wenden. In ihrer Verzweiflung sind diese Menschen bereit, nach jedem Strohhalm zu greifen. Wir sollten ihnen vor Scharlatanen sowie Mitteln und Methoden mit unbewiesener Wirkung abraten, ohne ihnen gleichzeitig die Hoffnung zu nehmen, selbst zu ihrer Gesundung oder der ihrer Angehörigen beitragen zu können. Dazu brauchen wir einerseits fundierte Kenntnisse über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und andererseits psychologisches Einfühlungsvermögen. Im letzten Teil der Tagung, nach dem Mittagessen und der Führung durch die Klinik, wird eine Expertenrunde mit dem Publikum über dieses Thema diskutieren.

Die BVA-Landesgruppe Baden-Württemberg lädt alle BVA-Mitglieder und Gäste zu diesem Fortbildungs-Highlight ein. Sind Sie interessiert? Dann melden Sie sich mit dem abgebildeten Anmeldecoupon an bei: Ulla Kaspar-Kroymann, Im alten Rauns 10, 72072 Tübingen, Tel./Fax: (070 71) 76 03 59.

Die Tagungsgebühr beträgt für BVA-Mitglieder 20,- DM, für Nichtmitglieder 40,- DM und ist an der Tageskasse zu zahlen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir keine Anmeldebestätigungen verschicken können. Bei Überbuchung oder Ausfall der Veranstaltung erhalten Sie selbstverständlich eine Absage. Anmeldeschluß ist der 27. März 1999.

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