Prisma

Acetylsalicylsäure: Die präventive Einnahme birgt Risiken

Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure zur Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall ist vor allem in den USA weit verbreitet. Ärzte von der Harvard Medical School warnen nun jedoch vor unkontrollierten Selbstversuchen.

Fast 80 000 Frauen untersuchten die amerikanischen Wissenschaftler über einen Studienzeitraum von 14 Jahren auf Zusammenhänge zwischen der regelmäßigen Einnahme von Acetylsalicylsäure und gesundheitlichen Folgen. Die Auswertung der Daten ergab wie erwartet, dass die tägliche Zufuhr geringer Dosen Acetylsalicylsäure über Hemmung der Thrombozytenaggregation zu einer Verminderung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall führt.

Der positive Effekt wird jedoch offenbar auf Kosten anderer Gesundheitsgefahren erkauft: Mit steigender Dosis und Einnahmedauer steigt auch das Risiko für Hirnblutungen. In einer der letzten Ausgaben der Fachzeitschrift Stroke warnen die Ärzte daher vor der unkontrollierten Einnahme von Acetylsalicylsäure. Als Präventionsmaßnahme gegen Herzinfarkt und Schlaganfall solle das Arzneimittel nur nach Absprache mit dem Arzt und bei regelmäßiger Kontrolle über längere Zeit eingenommen werden. ral

Quelle: Stroke 1999, Vol. 30, S. 1764–1771

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