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Stress: Führt zu Zahnfleischentzündungen

Stress wirkt sich nachweislich negativ auf die Mundgesundheit aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine an der Züricher Universität durchgeführte Studie, an der 52 Medizinstudenten teilnahmen.


Von den durchschnittlich 23 Jahre alten Probanden befanden sich 26 in Examenssituationen, in denen sie wichtige Prüfungen zu absolvieren hatten, während sich die Kontrollgruppe in keiner akuten Prüfungssituation befand. Bei den Examenskandidaten wurden vier Wochen vor den Prüfungen und am letzten Examenstag Tests durchgeführt, die den Zustand des Zahnfleisches bewerteten. Das Ergebnis zeigte eine deutliche Verschlechterung der Mundgesundheit bei den Examenskandidaten im Vergleich zur Kontrollgruppe. So entwickelten 6 Probanden der Examensgruppe gegenüber nur einer Person aus der Kontrollgruppe im Testverlauf eine schwere entzündliche Zahnfleischerkrankung an mindestens einem bisher noch gesunden Zahn.

Der Zusammenhang zwischen psychischem Stress und parodontalen Entzündungen ist noch nicht eindeutig geklärt. Weitere Untersuchungen müssen zeigen, ob eine möglicherweise zeitweilige Vernachlässigung der Mundhygiene, eine Veränderung der Rauch- und Essgewohnheiten oder eine Verminderung der Speichelproduktion in der Prüfungszeit als Auslöser in Frage kommen.

Quelle: IME-Pressedienst; J. Clin. Periodontol 1998, Vol. 25

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