DAZ aktuell

Stellungnahme des BPhD: Arzneimittel nicht in den Supermarkt!

SAARBRÜCKEN (bphd). Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) befaßte sich auf seiner Bundesverbandstagung im November des letzten Jahres auch mit dem von Kammern und Verbänden viel diskutierten Thema des Abwanderns von vorher apothekenexklusiver Ware in den Freiverkauf von Drogerien und Supermärkten. Die Bundesverbandstagung betraute den Vorstand des BPhD, auf seinem nächsten Vorstandstreffen am 12. Dezember 1998 in Berlin eine Stellungnahme zu verfassen und diese den Kammern und Verbänden vorzulegen. Der BPhD bittet um Veröffentlichung dieser Stellungnahme:

"Bezugnehmend auf die aktuellen Vorkommnisse im Sinne der Umstellung von Arzneimittelvertriebswegen (Aufteilung des Arzneimittelvertriebs auf Apotheken und Unternehmen des Einzelhandels) äußert der BPhD (Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland) starke Bedenken hinsichtlich der Arzneimittelsicherheit und bittet die zuständigen Ämter und Behörden eindringlich, die hierzu erforderlichen Genehmigungen nochmals zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren.

Der BPhD ist der Meinung, dass eine qualifizierte und kompetente Beratung lediglich durch entsprechend ausgebildetes Apothekenfachpersonal gewährleistet ist und dass die dazu erforderliche Sachkenntnis nicht durch ein kurzfristiges Arzneimittelseminar erworben werden kann, wie es vom Einzelhandel und den Industrie- und Handelskammern durchgeführt wird."l