Prisma

Werden gerne verschrieben

In einem sechsseitigen Fragebogen wurden Ärzte im KV-Bezirk Nordrhein zu ihrem Verordnungsverhalten bei Phytopharmaka befragt. Die Auswertung der 520 Bögen bescheinigte den pflanzlichen Arzneimitteln eine hohe Akzeptanz in der allgemeinärztlichen Praxis.


84,8 Prozent der antwortenden Mediziner verordnen Phytopharmaka, 78,8 Prozent verwenden sie alternativ zu einem synthetischen Arzneimittel und 67,1 Prozent verschreiben Phytoarzneien adjuvant. Bei gleichwertiger Indikationsmöglichkeit entscheiden sich 62,9 Prozent eher für ein Phytopharmakon als für ein synthetisches Präparat. Der "typische" phytotherapeutisch arbeitende Arzt ist unter 40 Jahre alt. In dieser Altersgruppe verschreiben 70,8 Prozent Phytopharmaka. Ihre Patienten sind eher älter (51 bis 65 Jahre) und leiden an einer chronischen Erkrankung. Sie sind etwas häufiger privatversichert und etwas weniger oft Mitglied einer RVO-Kasse als der Durchschnitt. In 86,7 Prozent der Fälle fragen sie spontan nach Phytopharmaka. Die verordneten Medikamente stammen am häufigsten aus den Indikationsgebieten: Erkrankungen des Urogenitaltraktes, des zentralen Nervensystems, des Herzens und des Respirationstraktes einschließlich seiner Infektionen. ral
Quelle: K Kraft, J. Schütz, Phytopharmaka in Nordrhein-Westfalen

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