Fachliteratur

Deutsche Apotheker-Biographie ErgänzungsbandII

Hrsg. von Wolfgang-Hagen Hein und Holm-Dietmar Schwarz. 380 Seiten. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1997. Veröffentlichungen der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, Bd.60. DM58,- ISBN 3-8047-1565-6

Eine langfristig angelegte Publikation hat ihre wertvolle Ergänzung gefunden: Der 2.Ergänzungsband der Deutschen Apotheker-Biographie ist erschienen. Dieser Titel veranlaßt schon zur ersten Anmerkung, denn nicht nur deutsche Apotheker werden in ihrer Biographie beschrieben, sondern auch solche aus unseren (deutschsprachigen) Nachbarländern. Dies war auch in den früheren Ausgaben schon der Fall und ist sicher positiv zu werten, erweitert es doch unseren Horizont über bedeutende Kolleginnen und Kollegen jenseits unserer Grenzen. Dennoch sollte die Frage erlaubt sein, nach welchen Kriterien diese Auswahl erfolgt, gibt es doch sicher mehr bedeutende Kollegen in der Schweiz oder Österreich, als hier aufgeführt sind. Der 2.Ergänzungsband listet in alphabetischer Reihenfolge die Biographien von 508 Kollegen und vier Kolleginnen auf, die bislang noch keinen Eingang in die früheren Bände der Apotheker Biographie gefunden haben. Das bewährte Schema der kurzen Lebensbeschreibungen und der nachfolgenden wissenschaftlichen bzw. kulturellen Bedeutung, gefolgt von wichtigen Publikationsdaten, wurde beibehalten. Dieses Schema bietet den Vorteil, daß man biographische Lebensdaten und Bedeutung ihres Lebenswerks getrennt, aber auf einen Blick vor Augen hat. Auffallend ist jedoch dabei, daß bei einigen der Genannten die Angaben über ihre wissenschaftliche bzw. kulturelle Leistung, die sie ja gerade eben über ihre Kollegen heraushebt und meines Erachtens das Kriterium für die Aufnahme in die Biographie sein sollte, sehr dürftig ausfallen. Das kann gerade bei solchen aus den letzten 100 Jahren nicht an der mangelnden Quellenlage liegen. Je mehr die beschriebenen Biographien an unsere Zeit heranreichen, desto sorgfältiger sollten die angelegten Maßstäbe sein. Somit bleibt wiederum die Frage nach der Festlegung der Kriterien, die für die Auswahl maßgebend gewesen sind. Doch jede Auswahl ist subjektiv, das liegt in ihrer Natur, und so muß diese akzeptiert werden, wie sie ist. In den Anhängen werden zunächst Monographien und Zeitschriftenartikel zu den früheren Bänden bibliographisch ausgeführt, die seither erschienen sind und soweit sie für die Biographien von Bedeutung sind. Des weiteren finden sich Ergänzungen und Korrekturen, die sich als notwendige Informationen zu früheren Biographien ergeben haben. Es ist ein großes Verdienst der Autoren, diesen 2.Ergänzungsband nach langer und mühevoller Vorarbeit nun als einen der letzten Bände in dieser Folge der Veröffentlichungen der IGGP fertiggestellt zu haben. Zusammen mit den ersten Bänden wird er ein wertvolles Nachschlagewerk nicht nur für den Pharmaziehistoriker, sondern für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen sein, sind dort doch auch die Lebensdaten von bedeutenden Standesvertretern aus den letzten Jahrzehnten zu finden. Allen historisch interessierten Kolleginnen und Kollegen kann die Anschaffung dieses Werkes nur empfohlen werden. Klaus Meyer, Oelde

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