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Tamoxifen: Neue Daten zur Wirksamkeit

Mit einer Tamoxifen-Therapie könnte zusätzlich das Leben von etwa 20000 Brustkrebspatientinnen jährlich gerettet werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung der größten internationalen Studie zur Krebsbehandlung, die jemals durchgeführt wurde.

Die "Early Breast Cancer Triallists Collaborative Group" (EBCTCG) - eine internationale Kollaboration unter der Leitung der Oxford University - schätzt, daß eine von sechs Frauen durch die Einnahme von Tamoxifen vor Rezidiven geschützt wäre und eine von zwölf vor dem Brustkrebstod gerettet werden könnte. Eine bis zu fünfjährige Tamoxifen-Behandlung reduziert bei Frauen mit hormonabhängigem Tumor die Rezidivrate und die 10-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit signifikant, und zwar unabhängig vom Alter und dem menopausalen Status der Patientin oder einer zytostatischen Vorbehandlung. Diese Ergebnisse stützen sich auf 55 Studien, in die 37 000 Patientinnen mit Brustkrebs im frühen Stadium eingeschlossen waren. Sie hatten täglich über fünf Jahre randomisiert Tamoxifen direkt nach einer Brustkrebsoperation erhalten und wurden über einen Zeitraum von 15 Jahren beobachtet. Die Rezidivrate und Sterblichkeit bei allen Patientinnen sanken signifikant um 42% bzw. 22%. Bei Frauen mit hormonabhängigem Tumor fielen diese Werte sogar noch höher aus. Die Rezidivrate sank um 47% und die Sterblichkeitsrate um 26%

Quelle: Lancet 351, 1451- 67 (1998).

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