Prisma

Pro Jahr verkauft: 13 000 Silikon-Brustimplantate

In Deutschland werden rund 13 000 Silikon-Brustimplantate verkauft, weiß die Vereinigung der deutschen Plastischen Chirurgen.

Von den rund 15 000 Silikon-Elastomerhüllen, die zu 90 Prozent mit Silikongel und zu zehn Prozent mit Kochsalzlösung, Ölen oder Hydrogelen gefüllt seien, kämen 80 Prozent in der Rekonstruktionschirurgie etwa bei Brust- oder Hodenkrebs zum Einsatz, zitiert die Bundesregierung weitere Zahlen. Häufig würden die Materialien aus den USA oder Frankreich importiert. Silikone würden in der Medizin vielfältig eingesetzt und seien nicht generell durch andere Materialien zu ersetzen. Eine Expertenkommission unter Beteiligung des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) komme zu dem Ergebnis, daß ein Verbot von Silikonimplanten nicht gerechtfertigt sei, obwohl Brustimplantate mit gewissen Risiken verbunden sein könnten. Eins ist dagegen für das BfArM sicher: Die immer noch praktizierte Injektion von flüssigem Silikon gilt als ärztlicher Kunstfehler. Es gebe kein silikonhaltiges Fertigarzeimittel, das für diese Indikation zugelassen sei.

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