Prisma

Brustkrebs: Mehr Untersuchungen, mehr falsche Befunde?

Je öfter Frauen auf Brustkrebs untersucht werden, desto höher ist das Risiko für einen falschen "positiven" Befund.

Dies ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie, die nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. 2400 gesunde Frauen wurden über eine Zeitspanne von 10 Jahren jährlich auf Brustkrebs hin untersucht. Dabei zeigte sich, daß das Risiko eines falschen "positiven" Befundes kumulativ mit der Zahl der Brustuntersuchungen anstieg: Nach 10 Mammographien lag es bei 49%, wobei Frauen im Alter zwischen 40-49 Jahren stärker davon betroffen waren als Frauen im Alter zwischen 50-79 Jahren. Die hohe Anzahl solcher falschen Befunde ist nicht nur ein finanzielles Problem, da auf eine "positive" Mammographie eine eigentlich unnötige Biopsie folgt, sondern auch eine überflüssige emotionale Belastung für die betroffenen Frauen. Die Studienergebnisse sollen daher Anlaß zum einen für die Entwicklung besserer Mammographietechniken, zum anderen für eine bessere Aufklärung der Frauen über die Genauigkeit von Mammographie-Ergebnissen sein.


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