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Statistik: Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche

Nach einer kürzlich veröffentlichten Statistik sind die Zahlen der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland leicht rückläufig.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im dritten Quartal 1997 in Deutschland 32235 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, 1852 weniger als im zweiten Quartal 1997 und 1170 weniger als im dritten Vierteljahr 1996. Die vorläufige Schwangerschaftsabbruchquote je 1000 Lebend- und Totgeburten lag mit 150 unter den Quoten des zweiten Vierteljahres 1997 (164) und des dritten Quartals 1996 (155). Bei der Berechnung wurden die Schwangerschaftsabbrüche am Ort des Eingriffs auf die Lebend- und Totgeburten am Geburtsort bezogen. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten:
Š In der Statistik sind die im Ausland vorgenommenen Abbrüche nicht enthalten.
Š Es muß davon ausgegangen werden, daß nicht alle Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland zur Bundesstatistik gemeldet werden.
97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Indikationen, wie die allgemein-medizinische, psychiatrische oder kriminologische Indikation, waren nur in rund 3% der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die Mehrzahl der Frauen (52%) waren zum Zeitpunkt des Eingriffe verheiratete, rund 4% waren minderjährig.

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