Prisma

Robert Koch-Institut: Aktuelle Influenzasituation in Deutschland

In Deutschland wird seit etwa vier Wochen ein leichter Anstieg der akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) mit örtlichen Häufungen beobachtet.

Aus den Arztpraxen, die im Rahmen des Meßnetzes der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) berichten, wird über einen mittleren Anteil der ARE von 13,2% (allgemeinmedizinische Praxen 10,8%, pädiatrische Praxen 25,2%) jeweils bezogen auf 100 Praxiskontakte berichtet (7. Woche). Das meldet das Robert Koch-Institut. Überdurchschnittliche Werte betreffen Norddeutschland und Baden-Württemberg. Die ARE-Anteile sind bisher nicht ungewöhnlich hoch; es ist jedoch sicher, daß gegenwärtig ein größerer Teil des Erkrankungsgeschehens influenzabedingt ist. Von den bisher in dieser Saison in Deutschland von Patienten aus 12 Bundesländern isolierten Influenzastämmen wurden im NRZ für Influenza 156 Stämme typisiert (17. 12. 98). Vorherrschender Subtyp ist in Deutschland (wie auch in Europa insgesamt) Influenza A H3N2. Seit Mitte Januar haben Stämme, die der Driftvariante A/Sydney/5/97 ähnlich sind, A/Wuhan/359/95-like-Stämme fast völlig verdrängt. In der 7. Woche wurde erstmalig in dieser Saison Influenza-A-Virus des Subtyps H1N1 nachgewiesen (drei Patienten aus Hamburg). In Baden-Württemberg wurde in einem Fall auch Influenzavirus B nachgewiesen.

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