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Diätpillenprozeß: Drei Jahre für Apotheker Weppelmann

Im Kölner Diätpillenprozeß kam es am Montag, den 23. Dezember 1997 zu einem Urteilsspruch. Angeklagt waren zwei Apotheker und ein Arzt wegen des Verkaufs gefährlicher Schlankheitspillen in großem Umfang.

Zu drei Jahren Haft wurde der Kölner Apotheker Weppelmann, der sich selbst als Motor des "Unternehmens" bezeichnete, wegen des Verkaufs der Schlankheitsmittel verurteilt. Die zusammen mit ihm Angeklagten, der Arzt Reinhard Jansen und der Apotheker Klaus Therling, kamen jeweils mit einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung davon. In der Urteilsbegründung des Landgerichts Köln hieß es, die Angeklagten hätten die illegalen Tabletten planvoll und in großem Umfang an übergewichtige Patienten verkauft. So hat Jansen von 1992 bis zu seiner Festnahme im Jahr 1995 über 10000 Rezepturen für Diätpillen verschrieben, teilweise ohne die Patienten vorher gründlich zu untersuchen. Bei der Verschreibung der gefährlichen Tabletten wurde nicht einmal vor Kindern halt gemacht. Aufgeflogen war der Skandal 1995, als eine Patienten an den Folgen der Tabletteneinnahme starb. Die Anwälte von Jansen und Therling nahmen beide das Urteil für Ihre Mandanten an, Weppelmanns Anwalt kündigte dagegen Berufung an.




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