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BKK: Es wird kaum noch krankgefeiert

Die Krankenstände der Pflichtversicherten bei den Betriebskrankenkassen (BKK) waren 1996 auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren, und die sinkende Tendenz setzt sich in diesem Jahr fort.

Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage sank im vergangenen Jahr auf das Rekordtief von 20 Tagen im Westen und 18 Tagen in den östlichen Bundesländern. Das geht aus der "Krankheitsartenstatistik 1996" hervor, die der Bundesverband der Betriebskrankenkassen am 20.10.1997 in Bonn veröffentlichte. Die Entwicklung im ersten Halbjahr 1997 läßt vermuten, daß im laufenden Jahr ein noch niedrigeres Jahresergebnis als 1996 möglich ist. Gründe für den spürbaren Rückgang der Krankenstände sind zum einen die dramatische Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und zum anderen die vielfältigen betrieblichen Vereinbarungen zur Senkung der Fehlzeiten. Die seit Oktober 1996 geltende Regelung zur Kürzung der Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall spielt hier nur eine untergeordnete Rolle.

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