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Seehofer zur AMPreisV: "Änderungen sind gerecht"

Die Bundesregierung ist sich nach Worten von Horst Seehofer einig hinsichtlich der Änderung der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV). Angesprochen darauf, ob die zwischen Krankenkassen und deutschem Apothekerverband (DAV) gefundene Lösung noch in dieser Legislaturperiode kommt, äußerte der Bundesgesundheitsminister die Erwartung, daß der Bundeswirtschaftsminister diese "zügig" umsetze.

Wie bereits berichtet, haben sich der DAV und die Krankenkassen auf einen Kompromiß zur Änderung der AMPreisV geeinigt. Er sieht im hochpreisigen Bereich eine Streckung vor, da ab einem Apotheken-Einkaufspreis von rund 1064 Mark ein Festzuschlag von 8,2 Prozent zu einem Betrag von 231 Mark eingeführt wird. Zur Kompensation für die Apotheken sollen die Rezepturarbeitspreise verdoppelt und die Nachtdienstgebühr auf 5 Mark erhöht werden.
Das Bundesgesundheitsministerium habe dem Konsens-Vorschlag zugestimmt, sagte Seehofer am 9. Oktober vor Journalisten in Bonn. Er halte die Verdoppelung der "unangemessen niedrigen" Rezepturpreise für "gerechtfertigt". Insgesamt zeigte er sich überzeugt davon, daß es durch den gefundenen Kompromiß zu gerechteren Strukturen in der Arzneipreisbildung komme und die Diskussion um hochpreisige Präparate beendet werde.



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