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Politik
Zum Bericht über den ABDA-Haushalt
Richtig richtig oder richtig falsch?
Berlin - Wirbel um AZ- und DAZ.online-Berichte über den ABDA-Haushalt: Mit einer als „Richtigstellung“ deklarierten Erklärung hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) auf die Berichterstattung über die Verabschiedung des ABDA-Haushaltes durch die Mitgliederversammlung reagiert. Im Schreiben wirft die ABDA dem Bericht „mehrere gravierende inhaltliche Fehler“ vor. Urteilen Sie selbst.
Im AZ-Bericht (DAZ.online) heißt es, der Haushalt 2012 sei vom Geschäftsführenden ABDA-Vorstand vorgelegt worden. Laut „Richtigstellung“ wurde der Haushalt hingegen vom Gesamtvorstand der ABDA vorgelegt. Das ist formal richtig. Aber dass der Gesamtvorstand einen Haushalt vorlegt, der nicht auf Zustimmung des Geschäftsführenden Vorstands trifft, wäre nach unserer Kenntnis beispiellos.
Im AZ-Bericht (DAZ.online) wird der zu finanzierende Haushalt mit 13,5 Millionen Euro beziffert; die Steigerungsrate betrage 5,4 Prozent. Laut ABDA beträgt der Zuwachs stattdessen 4,5 Prozent; Wir bedauern den Zahlendreher. Zudem werde der Haushalt neben den Landesapothekerkammern auch von den Landesverbänden getragen. Das ist richtig. Soweit die sachlichen Korrekturen.
Wie bei angeblichen Dementis üblich, korrigiert die „Richtigstellung“ der ABDA darüber hinaus im AZ-Bericht (DAZ.online) gar nicht enthaltene Tatsachenbehauptungen. Es sei falsch, dass die Basis ein Zeichen setzen wollte (mit der Kürzung des Etatansatzes für Öffentlichkeitsarbeit, Anm. d Red.). „Es gab also keine Mehrheit der Mitgliederversammlung, die mit der ÖA-Arbeit unzufrieden war und deshalb ein Zeichen habe setzen wollen.“ Eine solche Behauptung enthält der Bericht nicht. Im Originaltext heißt es vielmehr: „Nach Angaben von Teilnehmern wurde der Haushalt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit um den Betrag von 150.000 Euro gekürzt. Damit habe die Basis ein Zeichen setzen wollen. In der Diskussion wurde mehrfach gefordert, dass der Ausweitung des Haushaltes eine entsprechende Leistungssteigerung der Arbeit der ABDA gegenüberstehen müsse.“ Im AZ-Bericht (DAZ-online) gab es anders als von der ABDA behauptet keine Aussage, dass eine Mehrheit der Mitgliederversammlung mit der ÖA unzufrieden war.
Bei der Abstimmung über die Endpunktstudie habe es „circa 90“ Enthaltungen von Delegierten gegeben und eine Neinstimme. Laut ABDA gab es exakt 91 Enthaltungen und acht Neinstimmen – und zwar nicht von Delegierten, sondern von den Stimmen der ABDA-Mitgliedsorganisationen, die diese in Abhängigkeit von ihrer Größe in die Waagschale werfen können (insgesamt 878 Stimmen).
Falsch sei die Darstellung, wonach der ABDA-Vorstand die Berichterstattung zu Inhalt und Kosten der Studie kritisiert habe, heißt es in der „Richtigstellung“ der ABDA weiter. Kritisiert worden sei hingegen die „polemische Unterstellung“, wonach die Studie lediglich der Profilierung eines Mitglieds der ABDA-Geschäftsführung diene. „Es wurde vom Hauptgeschäftsführer der ABDA und weiteren Vertretern von Kammern und Verbänden festgestellt, dies sei ‚unter der Gürtellinie’ und geschmacklos. Während der Debatte wurde die mangelnde Sorgfalt und tendenziöse Berichterstattung der DAZ von vielen Teilnehmern der Mitgliederversammlung scharf kritisiert“, so der ABDA-Text.
Dies weist die DAZ-Redaktion in aller Klarheit zurück. Im auf DAZ.online veröffentlichten Text heißt es nämlich vielmehr: „Von Kritikern wurde die Frage nach dem Nutzen der Studie für die öffentliche Apotheke gestellt. Außer einem möglichen Zugewinn an Renommee für den Vorsitzenden der AMK, Prof. Schulz, in Personalunion auch Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Arzneimittel der ABDA, sei kein Nutzen für die Apotheke vor Ort erkennbar, hieß es.“ DAZ.online bezieht sich hier auf eine Aussage und Wertung eines Informanten und macht sich diese im Bericht über die Mitgliederversammlung inhaltlich nicht zu eigen. Der Vorwurf einer „polemischen Unterstellung“ durch die DAZ ist daher offensichtlich haltlos; er wäre allenfalls an eine andere Adresse zu richten. Der Legende zufolge wurden im alten Griechenland und auch im Mittelalter die Überbringer schlechter Botschaften geköpft oder an den Pranger gestellt. Solche Denkweisen sollten inzwischen eigentlich überwunden sein.
Zum Thema der Endpunktstudie stellt ein Kommentar in der AZ (AZ Nr. 27) des Weiteren einige Fragen zur Bedeutung und zum Nutzen einer solchen Studie, die aus unserer Sicht erlaubt sein sollten. Darüber hinaus heißt es hier, dass „es die ABDA mit der Finanzierung einer Endpunkt-Studie probieren“ wolle: „drei Jahre lang, 3,2 Mio. Euro insgesamt“. Die ABDA-Richtigstellung merkt hierzu an: „Richtig ist vielmehr, dass die ABDA über die Jahre 2011 bis 2014 insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Verfügung stellt, diese Mittel sich aber nicht auf die Beiträge der Mitgliedsorganisationen auswirken. Dies war im Rahmen der Mitgliederversammlung ausdrücklich Bestandteil der Beschlussvorlage.“ Laut DAZ-Informationen kostet die Studie „insgesamt“ 3,2 Mio. Euro, ein Betrag, von dem 1,8 Mio. von der ABDA übernommen und 1,4 Mio. von anderer Seite finanziert werden, zusammen demnach 3,2 Mio. Euro.
DAZ.online / 06.07.2011, 23:01 Uhr
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Winfried Meyer sagt:
08.07.2011 19:21Sehr geehrter Herr R.T. 08.07.2011 09:52 + 12:58
Unterschreiben Sie folgende Aussage ?
"Wenn ich mit meinem Namen bürge (Vollhafter) auch im Internet, dann wirke ich noch glaubhafter mit Gesicht"
Also :
ein z.B. Saarländer macht`s so :
www.apointernetclub.blogspot.com
ein z.B. Hamburger (öffentliche Person in Funktionsträgerschaft) könnte vielleicht dem ähneln ?
www.apothekerkammer-hamburg.de/
Juristen mögen streiten [natürlich Brago-Honorar-Umsatz :-)] ,
ob tatsächlich oder nur vermeintlich ein Persönlichkeitsschutzrecht hiermit verletzt wird ..
Winfried Meyer sagt:
08.07.2011 16:44Stichworte : INFORMANT + QUELLE
Anlass : Herrn Peter Ditzel`s
"Was die anderen angedeuteten Punkte betrifft, so könnten wir bei Gelegeneit gerne auch mal darüber diskutieren, denn sie hängen zusammen beispielsweise mit der Auskunftsfreudigkeit der Pressestelle oder mit der Transparenz der ABDA-Strukturen.
Sehr geehrter Herr Bellartz(als Person),
Hallo Herr ABDA-Pressesprecher,
jetzt bin ich doch halbwegs "angesäuert" ob Ihres virtuellen Zwiegespräches mit Herrn Ditzel
-coram publico-
Denn auf meine mehrfachen Versuche via die apotheke-adhoc-community mit IHNEN ins Gespräch zu kommen, entwickelte sich folgende "mail-Historie" :
------ Z i t a t a n f a n g -----
08.09.2010 , 17:20:31 h
"Sehr mehr...
Peter Ditzel sagt:
08.07.2011 14:13Lieber Herr Bellartz,
auch wir sind nicht ohne Fehler, auch wir stellen uns der Kritik und auch wir können es aushalten, auf unrichtige Behauptungen hingewiesen zu werden. Das gehört zum Geschäft. Selbstverständlich korrigieren wir, wenn etwas falsch dargestellt wurde.
Wir beziehen uns im Übrigen auch nicht nur auf den Online-Beitrag, sondern haben "AZ (DAZ.online)" geschrieben, weisen also auch auf den Bericht in der AZ hin.
Was die anderen angedeuteten Punkte betrifft, so könnten wir bei Gelegeneit gerne auch mal darüber diskutieren, denn sie hängen zusammen beispielsweise mit der Auskunftsfreudigkeit der Pressestelle oder mit der Transparenz der ABDA-Strukturen.
Auf ein Gespräch freue ich mich. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Beste Grüße mehr...
Thomas Bellartz sagt:
08.07.2011 13:19Lieber Herr Ditzel,
danke, dass Sie wenigstens einige Fehler Ihrer Berichterstattung mittlerweile korrigiert haben - wenn auch leider nicht alle.
Indes bezieht sich die Richtigstellung durch die ABDA wie Sie wissen explizit NICHT auf den Online-Beitrag vom 28.6.2011 (der u.a. die Basis für die massive in der Richtigstellung dargelegte Kritik der ABDA-MV an der Art und Weise der BE der DAZ war - und nicht an der DAZ selbst). Vielmehr geht es hier um die Berichterstattung im Nachgang zur ABDA-MV - dies ist unserem Schreiben an Sie deutlichst zu entnehmen!
Insoweit ist der Bezug Ihrer "Richtigstellung der Richtigstellung" leider falsch und führt den geneigten Leser und User in die Irre - und Sie nutzen die Gelegenheit ein altes, bösartiges, verunglimpfendes Statement mehr...
R.T. sagt:
08.07.2011 12:58@ Peter Ditzel
Sehr geehrter Herr Ditzel,
wie gesagt: Kritik ist gut, richtig muss sie aber schon noch sein. Das gilt umso mehr, wenn man - wie Sie - die Öffentlichkeit "informieren" will. Aus falschen Informationen wird aber dann Desinformation. Man muss die ABDA beileibe nicht mögen. Aber das ändert nichts an Ihrer persönlichen Verantwortung. Da winden Sie sich raus. Und das wäre anderen Betroffenen gegenüber ebenso unfair wie der ABDA gegenüber. Warum prüfen Sie Ihre Quellen nicht einfach besser? Dann können Sie immer noch kritisch sein - nur eben mit den richtigen Informationen!
Und wieso hat es drei Tage gedauert, bis Sie die Richtigstellung veröffentlichen?
Mit freundlichen Grüßen,
Ein Apotheker und Abonnent aus Hamburg
Heilberufler sagt:
08.07.2011 10:52Viel wichtiger erscheint mir,mehr Transparenz in das ABDA-Geflecht zu
bringen.
Wer war wofür oder wann wogegen?
Hoffentlich zeigt die DAZ weiterhin
wahrnembares Profil!
Peter Ditzel sagt:
08.07.2011 10:12@ R.T.
Sehr geehrter Herr R.T.,
so richtig verstanden haben wir Ihre Kritik nicht. Wir haben die Vorwürfe überprüft, unrichtige Stellen korrigiert. Es muss erlaubt, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Wir haben zudem auf die Originalmeldung der ABDA verlinkt und somit alles transparent gemacht. Außerdem werden wir die Vorwürfe der ABDA und unsere Stellungnahme in der kommenden Montagsausgabe, der AZ, veröffentlichen (die "ABDA-Richtigstellung" bezieht sich auf Veröffentlichungen in der AZ; in der DAZ selbst hatten wir hierzu nichts veröffentlicht).
R.T. sagt:
08.07.2011 09:52Sehr geehrte Redaktion,
es ist peinlich und unfair, wie Sie mit Kritik umgehen. Die ABDA hat Ihnen die Richtigstellung doch schon am Montag geschickt. Es ist keine Frage: Kritische Berichterstattung muss sein, ich bin nicht mit allem zufrieden, was ABDA macht. Aber faktisch haben Sie falsche Informationen verbreitet und als Teilnehmer der MV spiegeln Ihre Texte nur die halbe Wahrheit.
Journalistisch ist es fragwürdig, ob eine einzige "Quelle" reicht, und ob man nicht als Redaktion solche Zahlen und Fakten besser durch Nachfragen überprüft. Warum machen Sie das nicht?
Es ist also vollkommen korrekt, dass die ABDA das richtig stellt. Und Ihr Verhalten ist hingegen davon geprägt, dass Sie Kritik an eigenen Fehlern keinen Raum geben wollen und Kritiker in Frage stellen.
mehr...
heilberufler sagt:
07.07.2011 22:27ABDA,
Du gehst einen schweren Weg in die
Zukunft 2012
Kammer- und Verbandsbeiträge werden
steigen...
Wo bleiben für uns Präsenzapotheker
die positiven finanziellen Resultate?
Verlierer haben immer nur Erkärungen!
Was machen die Ärzte besser?
Winfried Meyer sagt:
07.07.2011 20:24Es wurde m.W. nichts dementiert, nichts gegendargestellt, sondern lediglich im eigenen Prawda-Medium "richtiggestellt"
www.abda.de/fileadmin/assets/pdf/Presse/Richtigstellung_04_07_2011.pdf
vs.
www.deutsche-apotheker-zeitung.de/politik/news/2011/06/30/haushalt-2012-erst-im-zweiten-anlauf-zugestimmt.html
Da die ABDA keinerlei Durchgriffsrechte auf Kammern und Verbände hat, können demgemäß auch nur diese 17 Kammern jeweils einzeln unabhängig-voneinender "bindende" Aussagen machen.
Die ABDA kann diesbzgl. lediglich "behaupten" oder sich -wie die DAZ- auf Informanten "berufen" ,
... presserechtlich und presseüblich :-)
meint
mehr...