DAZ.online - Wissen vor 8 - klicken Sie hier
Dienstag, 14. Januar 2020
 
 

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

der Schweizer Versandkonzern Zur Rose, zu dem auch der Arzneimittelversender DocMorris gehört, hat personell aufgerüstet. Die Hoheit über alle Logistikprozesse soll laut einer Mitteilung ab Mai dieses Jahres bei Bernd Gschaider liegen. Versanderfahrung bringt er definitiv mit. Denn laut Zur Rose war er unter anderem als Country Director Logistics bei Amazon für die „letzte Meile“ in Deutschland und Österreich verantwortlich. Gerade diese letzte Meile ist aber die ganz große Schwäche der Versandhändler – und zwar aller Versandhändler, von Amazon bis Zalando inklusive der Arzneimittelversender. Das liegt weniger an den Unternehmen selbst als an ihren Logistikpartnern. Mit der Zustellung durch die oft in prekären Arbeitsverhältnissen stehenden Zusteller hat vermutlich jeder schon schlechte Erfahrungen gemacht. Erfahrungen die man nie, aber bei Arzneimitteln erst recht nicht brauchen kann. Und um das zu lösen, braucht es vermutlich mehr als einen neuen Chef mit blumigem englischen Titel, sondern ein grundlegendes Umdenken, zum Beispiel was die Bezahlung der Zusteller angeht. Ob in so einer preis-, rabatt- und bonusgetriebenen Branche wie dem Arzneimittelversandhandel dieses Bewusstsein aber vorhanden ist, ist fraglich.

 (Foto: imago images / Steinach)

 

Für die Befreiung

TK: Zuzahlungsquittungen müssen personalisiert sein

Müssen Belege über in der Apotheke geleistete Zuzahlungen, die Patienten bei ihrer Kasse einreichen, um sich von Zuzahlung befreien zu lassen, mit den Namen des Versicherten versehen sein oder nicht? Die Apothekerkammer Berlin sieht dazu keine Veranlassung, wie sie kürzlich per Rundschreiben mitteilte. Bei Deutschland mitgliederstärkster Krankenkasse, der Techniker, sieht man das aber ganz anders. Mehr lesen Sie hier.  

(Bild: Racle Fotodesign/adobe.stock.com) 

 

PTAheute.de

Amira ruft den „Tag der PTA“ aus

Um auf die zentrale Rolle in der Arzneimittelversorgung und den täglichen leidenschaftlichen Einsatz der rund 66.900 PTA in Deutschland hinzuweisen, ruft Amira den 24. März zum „Tag der PTA“ aus. Mehr auf PTAheute.de. 

Foto: VAD)

 

Meistgelesen

EU-Parlament: Deutsche Importklausel auf dem Prüfstand

 Parallelexporte sind vielen Ländern mit einem niedrigen Preisniveau bei Arzneimitteln in Europa in Dorn im Auge. Sie fürchten um die ausreichende Versorgung ihrer eigenen Bevölkerung. Jetzt hat eine EU-Parlamentarierin aus Tschechien die deutsche Importklausel im Rahmenvertrag mit der GKV über die Arzneimittelversorgung, die den Import von Medikamenten aus anderen Ländern quasi sogar zur Pflicht macht, in einer Anfrage an die Kommission in den Fokus genommen. Lesen Sie hier noch einmal einen der meistgelesenen Artikel vom Montag. 

 

Themen am Morgen

Auch die „Ärztezeitung“ berichtet über Friedemann Schmidts Forderung, Arzneimittel wieder in der EU zu produzieren.

Das Bundesarbeitsministerium plant ein Gesetz zur Arbeitszeiterfassung. Das berichtet das „Ärzteblatt“.

 

Das war „Wissen vor 8“ an diesem Morgen.
Starten Sie gut in den neuen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen.

Julia Borsch
Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online

Und wie immer gilt: Anregungen, Kritik und Themenwünsche gern per Mail an uns: redaktion@daz.online