DAZ.online - Wissen vor 8 - klicken Sie hier
Montag, 11. November 2019
 
 

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

was ist zur Vermeidung von Lieferengpässen besser – Exklusivverträge oder das Mehrpartnermodell? Darüber wird gerade heftig diskutiert bzw. die AOK diskutiert mit vielen anderen Akteuren. Weil sie nämlich der Auffassung ist, dass die Exklusivverträge nicht Engpässe verursachen, sondern die Versorgung sogar stärken. Interessant ist allerdings, dass selbst andere Vertreter des Kassenlagers wie die Barmer nicht auf exklusive Ausschreibungen setzen, sondern den Zuschlag an mehrere Hersteller erteilen. Der Grund: Weil es in ihren Augen mehr Versorgungssicherheit gewährleistet. Da auch Union und SPD die Auffassung der AOK nicht zu teilen scheinen, könnten exklusive Rabattverträge tatsächlich bald passé sein. 
Damit Mehrfachvergaben wirklich etwas bringen, sollte man allerdings vielleicht auch noch drauf achten, dass nicht nur der Hersteller, der auf der Packung steht jeweils ein anderer ist, sondern auch die Lieferanten im Hintergrund. Denn wenn der Rohstoff für alle Präparate vom selben Hersteller kommt, hat man das Problem mit einem Mehrpartnermodell nicht gelöst, sondern nur verschoben.

(Foto: pix4U / stock.adobe.com)

 

Venöse Thromboembolien unter kombinierten hormonellen Kontrazeptiva

Macht Qlaira weniger Thrombosen als andere Pillen?

Hormonelle Kontrazeptiva mit Ethinylestradiol und Dienogest bergen ein „leicht erhöhtes“ Risiko für venöse Thromboembolien im Vergleich zu kombinierten oralen Kontrazeptiva, die auf Ethinylestradiol und Levonorgestrel setzen. Doch wie sieht es eigentlich bei Pillen aus, die Estradiolvalerat und Dienogest kombinieren, wie Qlaira? Eine abschließende Bewertung ist derzeit zwar nicht möglich, doch lassen Daten der großen prospektiven INAS-SCORE-Studie zumindest eine grobe Einordnung zu.
Mehr lesen Sie hier.

(Foto: dragana / stock.adobe.com)

 

Apothekenumfrage

Rx-Arzneimittel: Welche Services wünschen Sie sich?

Apothekenmitarbeiter gehen täglich mit (Rx-)Arzneimitteln um und beraten ihre Kunden zu den unterschiedlichsten rezeptpflichtigen Wirkstoffen. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind jedoch oftmals auf OTC-Arzneimittel und die Beratung in der Selbstmedikation ausgerichtet. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns ein paar Fragen dazu beantworten, damit wir erfahren, welche Inhalte Sie in Bezug auf verschreibungspflichtige Arzneimittel interessieren. Als Dankeschön erhalten Sie die Chance, etwas zu gewinnen. Hier geht es zur Umfrage.

(Foto: Müller/AV Nordrhein)

 

Meistgelesen

Glaeske und Dingermann streiten sich über Arzneimittelbewertungen

Nützen Arzneimitteltests den Patienten oder verunsichern sie eher? Darum ging es beim 7. OTC-Gipfel, der am vergangenen Donnerstag in Düsseldorf stattfand. Dazu hatte der Veranstalter, der Apothekerverband Nordrhein, unter anderem Deutschlands Arzneimitteltester schlechthin, Professor Gerd Glaeske, zur Diskussion geladen. Zuvor machte Professor Theo Dingermann in einem Impulsvortrag klar, dass er von pauschalen Abwertungen, wie Glaeske sie vornimmt, nichts hält, sondern die Eignung eines Arzneimittels seiner Ansicht nach immer vom Behandlungsanlass abhängt. Lesen Sie hier noch einmal einen der meistgelesenen Artikel vom vergangenen Wochenende. 

 

Themen am Morgen

„Lieferengpässe bei Arzneimitteln: Ein Missstand, der nicht mehr hinnehmbar ist“, titelt das „Ärzteblatt“. Auch die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet über den Start des E-Rezept-Projektes „GERDA“. 

Das war „Wissen vor 8“ an diesem Morgen.
Starten Sie gut in den neuen Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen.

Julia Borsch
Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online

Und wie immer gilt: Anregungen, Kritik und Themenwünsche gern per Mail an uns: redaktion@daz.online