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Donnerstag, 11. Juli 2019
 
 

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ist man mit seinem neuen Arzneimittel nicht der erste am Markt, ist es von Unternehmerseite klug, seinem „Nachzügler“ gewisse Vorzüge im Vergleich zu den bereits etablierten Präparaten attribuieren zu können: schnellere Wirksamkeit, bessere Verträglichkeit oder eine patientenfreundliche Anwendung mit möglichst wenigen Applikationen sind hier nicht die schlechtesten Argumente. Teva beispielsweise schaffte beim Migräne-Antikörper-Sprint mit seinem Fremanezumab – nach Erenumab und Galcanezumab – „nur“ die Bronzemedaille. Dafür kann Fremanezumab etwas, was die anderen nicht können: Eine nur vierteljährliche Anwendung genügt! Allerdings hat Teva lediglich Dosen für die – ebenfalls zugelassene – monatliche Verabreichung, das heißt: Der Migräniker muss sich letztlich doch nicht weniger Spritzen aussetzen, sondern einfach allen drei Nadelpiksen auf einmal. Die beiden anderen Migräne-Antikörper hingegen müssen die Patienten jeden Monat anwenden. Was sich wohl Eptinezumab-Hersteller Alder Biopharmaceuticals für seinen CGRP-Antikörper überlegt? Alleinstellungsmerkmal ist bei Eptinezumab die intravenöse Gabe – dies dürften jedoch wenige Patienten und Ärzte als eminenten Vorteil bewerten. Allerdings ist Marketing bei Eptinezumab derzeit noch leise Zukunftsmusik. Denn gerade ist Alder Biopharmaceuticals erstmal noch beschäftigt, Daten für den Zulassungsantrag zu sammeln.

(Foto: imago images)

 

Neuer Rahmenvertrag 

vdek: Im Einzelfall über Retaxationen entscheiden

Der neue Rahmenvertrag erhitzt die Gemüter der Apotheker. Derzeit sorgt insbesondere die DAK für Furore im Apothekerlager: Die Kasse hatte DAZ.online mitgeteilt, dass sie eine generelle „Friedenspflicht“ für den neuen Vertrag ablehne – auch weil ihr Dachverband, der Verband der Ersatzkassen (vdek), dies so sehe. Der vdek meldet sich nun selbst zu Wort und erklärt: Die Prüfprozesse bei den Kassen seien programmiert, deshalb sei ein generelles Absehen von Retaxationen nicht möglich. Allerdings wolle man in Einzelfällen mit den Apothekern reden. Mehr dazu jetzt auf DAZ.online.

(Foto: DAZ)

 

Die neue DAZ ist da!

Temperaturempfindliche Biologika heil ans Ziel bringen

Biologika sind unter verschiedenen Gesichtspunkten Arzneimittel der besonderen Art. Neben ihrer nahezu revolutionären Wirksamkeit, die sie bereits bei mehreren Indikationen unter Beweis stellen konnten, sind sie auch aufgrund anderer Aspekte „besonders“. Besonders teuer, besonders gefragt, besonders umkämpft, besonders anzuwenden. Bekommt ein Patient schließlich nach einer langen „Durststrecke“ aus nicht zufriedenstellend wirksamen Therapien eine Biologika-Therapie verordnet, sollte eine weitere Besonderheit beachtet werden. Damit der erhoffte Therapieerfolg eintreten kann, ist entscheidend, die aus fragilen Proteinstrukturen bestehenden Arzneimittel korrekt aufzubewahren und zu transportieren! Mehr in der Titelgeschichte der neuen DAZ.

(Foto: imago images)

 

Meistgelesen

Bundeskabinett beschließt TI-Anbindungsfrist für Apotheker

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch das vom Bundesgesundheitsministerium eingebrachte Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) beschlossen. Das Gesetz enthält eine Reihe von Maßnahmen, die die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorantreiben sollen. Für die Apotheker ist wichtig, dass sie sich bis zum 30. September 2020 an die Telematikinfrastruktur anbinden müssen. Einige wichtige Passagen zur Einführung der elektronischen Patientenakte waren zuletzt aus dem Gesetz herausgefallen – ebenso wie ein Honorar für die Apotheker, wenn sie E-Medikationspläne bearbeiten. Mehr dazu in einem der meistgelesenen Beiträge vom gestrigen Mittwoch.

 

Themen am Morgen

Die Grafschafter Nachrichten aus Niedersachsen berichten über eine Apotheken-Eröffnung in Nordhorn an der holländischen Grenze.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet, dass das Bundeskabinett am 17. Juli neben der geplanten Apothekenreform auch über die Masern-Impfpflicht beraten will.
 
 

Das war „Wissen vor 8“ an diesem Morgen.
Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in den Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen.

Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)

Und wie immer gilt: Anregungen, Kritik und Themenwünsche gern per Mail an uns: redaktion@daz.online

 

24. Juli / Frankfurt am Main

Interdisziplinärer Workshop für Pharmazeuten im Praktikum »

29. Juli – München

Seminar
ChemVerbotsV i. d. Apotheke »

25. September – Düsseldorf

EXPOPHARM 2019 »

 

2. November – Berlin

20. Pharmazeuten Volleyball Turnier 2019 »

23. November – Dresden

14th European Women Pharmacists Meeting »