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Mittwoch, 11. Juli 2018
 
 

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

„einfach umständlich“ – ein Oxymoron beschreibt die wohl anstehende apothekerliche Belieferung von Valsartan-Verordnungen bei einem drohenden Lieferengpass ziemlich treffend. Bislang melden Apotheken zwar noch keine Versorgungsschwierigkeiten, doch das Verknappungs-Szenario ist längst keine pure Science Fiction mehr. Warum nun aber blüht Apothekern eine Valsartan-Abgabe vom Format „einfach umständlich“? Einfach, weil all die Fragen seitens der Apotheke, die gedanklich unweigerlich neben dem roten Kreuz der Nichtlieferbarkeit beim Großhandel „aufploppen“, sich ziemlich simpel beantworten lassen: Sind Rabatt-Arzneimittel und die drei preisgünstigsten und bei namentlich verordneten dieses zusätzlich nicht lieferbar, benötigt der Patient – das heißt im Klartext jedoch: die Apotheke – ein neues Rezept. Daraus resultiert der zweite Teil der lyrischen Stilfigur dieses schönen inneren Widerspruchs: umständlich. Denn in epischer Prosa dürfen Apotheker den Ärzten oder Sprechstundendamen erklären, warum ein neues Rezept erforderlich ist, und dieses allermeist dann auch in Eigenregie aus der ärztlichen Verordnungsstätte organisieren. Den zeitlichen und personellen Mehraufwand entschädigt niemand. Auch für das erforderliche empathisch-erklärende Geschick am HV-Tisch, wenn der Unmut der Patienten die Apotheken mit voller Breitseite trifft, findet sich keine Abrechnungsziffer. Es könnte also durchaus sein, dass das Antihypertensivum Valsartan bei manchem Apotheker aktuell den Blutdruck eher ordentlich in die Höhe schnellen lässt. Allerdings sind „paradoxe Reaktionen“ in der Pharmakologie ja nicht gänzlich unbekannt.

 

RÜCKRUF WEGEN VERUNREINIGUNG

Valsartan: Weiter einnehmen oder absetzen?

Valsartan-Patienten sind reihenweise verunsichert: Meldungen über Verunreinigungen ihres Antihypertonikums mit dem wahrscheinlich kanzerogenen N-Nitrosodimethylamin lassen sie zweifeln, ob sie ihre vom Rückruf betroffenen Valsartan-Arzneimittel noch weiter einnehmen können oder sie doch lieber absetzen sollen? Was können Apotheker diesen Valsartan-Patienten raten? Die Antworten lesen Sie hier. 

(Foto: M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com)

 

Wissen Am HV

Gut beraten beim diabetischen Fuß

Der diabetische Fuß ist eine durch schlecht heilende chronische Wunden des Fußes gekennzeichnete Komplikation des Diabetes mellitus und zählt zu den klinischen Formen der sensomotorischen diabetischen Polyneuropathie. Doch wie entsteht eigentlich ein diabetischer Fuß? Welche Möglichkeiten der Therapie gibt es? Und wie kann die Apotheke zum Thema „diabetischer Fuß“ beraten?
DAZ.online-Autor Lars-Peter Frohn hat für unsere Rubrik „Wissen am HV“ die wichtigsten Informationen zusammengetragen. Das Ergebnis lesen Sie hier:
- Krankheitsbild diabetischer Fuß
- Gut beraten beim diabetischen Fuß

 

Themen am Morgen

Das Magazin „Business Insider“ berichtet über den Eintritt Amazons in den Apothekenmarkt, der in den USA bereits Realität ist. Es sei wahrscheinlich, dass der Online-Gigant sich die Chance nicht nehmen lassen werde, auch den deutschen Markt  zu erobern, heißt es. 

Die Österreichische Apothekerkammer informiert über Tipps und Medikamente aus der Apotheke gegen Reisekrankheit. 

Das war „Wissen vor 8“ an diesem Morgen. 
Haben Sie trotz des weiteren Kistenpackens mit Valsartan-Packungen einen entspannten Mittwoch. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)

Und wie immer gilt: Anregungen, Kritik und Themenwünsche gern per Mail an uns: redaktion@daz.online

 
 

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