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Dienstag, 12. Juni 2018
 
 

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

das vergangene Wochenende hat gezeigt, wie groß der Druck im Apothekerlager in Sachen Telemedizin ist. Am Freitagmorgen hatte Kammerpräsident Thomas Benkert bei der Delegiertenversammlung noch erklärt, dass er nicht wisse, ob die Entscheidung der Ärzte, Video-Beratungen zuzulassen, gut "durchdacht" war. Die Patientensicherheit gehe der Bequemlichkeit des Patienten immer vor. Am gleichen Abend folgte dann bei der Eröffnung des Bayerischen Apothekertages die Rede von einer der größten Apotheker-Unterstützerinnen in der Politik, Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Huml schwärmt nach wie vor für die Apotheke vor Ort, sagte den Apothekern aber auch glasklar, dass sie nicht immer Nein sagen könnten und in Sachen Telemedizin nun Vorschläge bringen müssten. Doch die Apotheker müssen sich nicht nur wegen des steigenden Drucks aus der Politik bewegen, auch im Markt tut sich was. In Baden-Württemberg gibt es inzwischen mehrere Firmen, die ärztliche Online-Beratungen und - dem Vernehmen nach - auch schon an Lösungen basteln, wie man den Patienten GKV-Rezepte online ausstellen kann - und das im Land des Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes, Fritz Becker. Mit größter Spannung werden wir also beobachten, wie sich Baden-Württembergs Apotheker in den kommenden Monaten verhalten. Ihre Entscheidung dürfte eine Signalwirkung für die Ausrichtung der ABDA in Sachen Fernverordnungsverbot haben.

(Foto: Imago)

 

Entwurf der Landesregierung Niedersachsens

Stationsapotheker sollen Klinikangestellte werden

Wie steht es eigentlich um das Projekt "Stationsapotheker" in Niedersachsen? Die rot-schwarze Landesregierung in Niedersachsen verfolgt die von der grün-roten Vorgängerregierung angestoßene Novelle des Krankenhausgesetzes und damit die Einführung von Stationsapothekern weiter. Allerdings hat sie den ursprünglichen Gesetzentwurf überarbeitet – auch die besagte Regelung zu den Stationsapothekern. Die klinikversorgenden Apotheken sind durch diese Änderung alarmiert und fürchten das Ende der Versorgung „aus einer Hand“. Mehr dazu lesen Sie jetzt auf DAZ.online.

(Foto: Imago)

 

Infektionskrankheiten

Malaria in Paraguay offiziell ausgerottet

Erstmals seit 45 Jahren ist mit Paraguay ein amerikanisches Land als Malaria-frei erklärt worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte diese Einstufung am gestrigen Montag auf einem Forum in San José de Costa Rica mit. Das letzte Land des amerikanischen Kontinents, das diesen Status erhielt, war im Jahr 1973 Kuba. Mehr dazu gibt es jetzt auf DAZ.online.

 

Themen am Morgen

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, dass Oberhausens Apotheker sich über den zunehmenden "Missbrauch" des Apothekennotdienstes beschweren.
Das Ärzteblatt berichtet über eine Studie, nach der die erektile Dysfunktion bei Männern oft mit Gefäßerkrankungen einhergeht.
 
 

Das war „Wissen vor 8“ an diesem Morgen. 
Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in den Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Benjamin Rohrer
Chefredakteur DAZ.online

Und wie immer gilt: Anregungen, Kritik und Themenwünsche gern per Mail an uns: redaktion@daz.online

 

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