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Dienstag, 6. Februar 2018
 
 

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,


noch nicht einmal eine Woche ist der rheinland-pfälzische CDU-Politiker Erwin Rüddel als Vorsitzender Erwin Rüddel als Vorsitzender des Gessundheitsausschusses im Amt - und schon hat er den ersten richtigen Internet-Shitstorm am Hals. Unter dem Twitter-Hashtag #twitternwierueddel hat der in der Unionsfraktion für die Pflege zuständige Politiker derzeit unzählige Pfleger und Menschen gegen sich, die gegen eine Aussage von Rüddel protestieren. Rüddel hatte mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen getwittert, dass die Politik Pflegende "konsequent" unterstütze - wenn die Pflegenden selbst anfangen, gut über ihren Job zu reden. Dann würden auch viele Menschen wieder in die Pflege zurückkommen. Viele Pflegerinnen und Pfleger berichteten daraufhin aus ihrem Arbeitsalltag, um zu zeigen, dass eine positive Darstellung des Status quo nur schwer möglich ist. Die emotionale Reaktion der Pflegerinnen und Pfleger ist ein Hinweis darauf, wie arg die Lage in einigen Krankenhäusern und Pflegeheimen ist. Nicht nur, dass viel zu wenige Pfleger bei viel zu schlechten Arbeitskonditionen in einem viel zu schlechten Arbeitsklima viel zu viele Patienten behandeln. Es sind auch die Patienten selbst, die darunter leiden, wenn ihre Pfleger eine Unterzuckerung oder akute Atemnot nicht erkennen, weil sie schlichtweg keine Zeit haben. Ja, die Lage ist vielerorts schlimm - und so sollte sie auch dargestellt werden. Nichtsdestotrotz muss man der Politik lassen, dass sie das Problem (endlich) erkannt hat. Der vorliegende Zwischenstand des Koalitionsvertrages zwischen Union und SPD beinhaltet gleich mehrere Maßnahmen, die die Attraktivität des Pflegeberufes verbessern könnten. Noch ein Grund mehr dafür, dass die Regierungsbildung bald glücken sollte.

(Foto: HFD)

 

Bottroper Zyto-Skandal

Verteidigung will Zyto-Prozess neu starten

Am Montag beantragte ein Verteidiger des beschuldigten Zyto-Apothekers Peter S., den Prozess um womöglich unterdosierte Arzneimittel auszusetzen: Journalisten hätten vor Monaten einen Teil der Ermittlungsakten ins Internet gestellt, erklärte die Verteidigung. Außerdem berichtete ein ehemals in der Bottroper Zyto-Apotheke angestellter Pharmazeut über „hohe Intransparenz“ in der Apotheke: Er kündigte noch innerhalb der Probezeit. DAZ.online-Redakteur Hinnerk Feldwisch-Drentrup berichtet vom gestrigen Prozesstag in Essen.

(Foto: Imago)

 

Krankenversicherungssysteme

Gesundheitspolitik: Trump vs. May

US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May sind erneut in Streit geraten. Trump hatte in einem Twitter-Eintrag das staatlich organisierte britische Gesundheitssystem NHS (National Health Service) als Beispiel dafür angeführt, dass allgemeine, staatliche Gesundheitsversorgungssysteme nicht funktionieren können. Am Wochenende hatte es in Großbritannien Proteste gegen Kürzungen beim steuerfinanzierten NHS gegeben. Mehr dazu lesen Sie jetzt auf DAZ.online.

 

Themen am Morgen

In einem Kommentar spricht sich Martin Damerow von nordbayern.de dafür aus, dass Cannabis kontrolliert in Apotheken abgegeben wird.
Dem österreichischen Kurier zufolge hatte ein Brite eine Gehirnblutung, weil er zu viele Energy-Drinks getrunken hatte.
Die Redaktion von t-online.de gibt Tipps dazu, wie Frauen mit Diabetes umgehen sollte.

Das war „Wissen vor 8“ an diesem Morgen. 
Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in den Tag. Morgen lesen wir uns wieder, wenn Sie mögen!

Benjamin Rohrer
Chefredakteur DAZ.online

Und wie immer gilt: Anregungen, Kritik und Themenwünsche gern per Mail an uns: redaktion@daz.online

 

Seminar - Neue EU-DSGVO

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20. Februar – Hamburg

HVKompass Homöopathie live - Komplexmittel in der Apothekenberatung »

 

11. Februar – Davos  – SCHWEIZ

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17. Februar – Bonn

10. Zukunftskongress öffentliche Apotheke »

16. März – Berlin

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