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Deutsche Erstveröffentlichung

Klinische Vorteile von Rotem-Weinlaub-Extrakt AS195 (Antistax® extra) bei chronischer Veneninsuffizienz

01.06.2019, 00:00 Uhr


Wie entwickeln sich chronische Venenerkrankungen?

Wegbereiter von chronischen Venenerkrankungen ist ein Bluthochdruck in den oberflächlichen Venen, verursacht durch den Rückstau des Blutes aufgrund geschädigter Venenklappen. Auch tiefe Venen-Thrombosen in den Beinen, Engstellen im venösen System der Beine und erhöhter Druck von außen, etwa durch Übergewicht, steigern den Druck auf die Venenwand. Dieser hohe Druck löst Entzündungsreaktionen im Bereich der kleinsten Venen (in der Mikrozirkulation) aus (Abb.1). Dadurch wird das Endothel, also die Innenauskleidung der Venen, durchlässig für Blut und Flüssigkeit. Ödeme im umliegenden Gewebe sind die Folge.

Diese Wasseransammlungen wiederum beeinträchtigen die Mikrozirkulation, wodurch das Gewebe (Haut, Muskel und auch Venen) schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Hält dieser Stau und auch der venöse Hochdruck weiter an, kommt ein Teufelskreis in Gang, der Venen und Gewebe dauerhaft schädigt.

Abb. 1: Die Rolle von Entzündungsreaktionen bei der Entstehung von venösem Hochdruck und chronischer Veneninsuffizienz, ebenso die Effekte des Antistax®-Extraktes (modifiziert, nach Bergan et al2). Aktuell erhältliche Medikamente wie standardisierter Extrakt aus Rotem Weinlaub (AS195) können an verschiedenen Stufen der Entzündungskaskade abmildernd eingreifen, insbesondere bei den Leukozyten-Endothel-Interaktionen, die bei vielen Aspekten der Erkrankung eine große Rolle spielen. Zudem ist AS195 wirksam an den kleinen Löchern im venösen Endothel. Hier unterbindet der Extrakt den Austritt von Wasser und verhindert so die Bildung von Ödemen.

Welche Behandlungsoptionen bestehen bei chronischen Venenerkrankungen?

Zentrales Ziel einer Therapie ist es immer, den venösen Hochdruck zu verhindern, ebenso den Rückstau des Blutes und die daraus resultierende Entzündung. Dies könnte einer Progression entgegenwirken oder sie zumindest verzögern.

Die drei Pfeiler der Therapie chronischer Venenerkrankungen sind:

  • Operative Eingriffe
  • Kompressionsbehandlung
  • Medikamente

Kommt eine Operation nicht in Frage, so sollte mit Kompression und Medikamenten behandelt werden, entweder jeweils alleine oder in Kombination.

 



Eva-Maria Hierl, Autorin DAZ.online
redaktion@daz.online


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