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Randomisierte, monozentrische, cross-over- und open-label-Studie1

Aspirin® mit innovativer Galenik: Schneller wirkbereit bei guter Verträglichkeit

31.01.2019, 12:13 Uhr


Aspirin mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) ist eines der weltweit am besten erforschten Arzneimittel2-4. Bisherige Studien und auch der Blick in die jeweiligen Fachinformationen von Aspirin und einiger ausgewählter Ibuprofen-Präparate zeigen: Die weiterentwickelte Aspirin 500 mg Tablette erreicht den maximalen Wirkstoffspiegel (Tmax) im Vergleich zu den untersuchten Ibuprofen-Präparaten am schnellsten5.

Studienart

Randomisierte, monozentrische, cross-over- und open-label-Studie zum Auflösungs- und Resorptionsverhalten von schnellwirksamen Aspirin Tabletten im Vergleich zu Ibuprofen- und Ibuprofen-Lysin-Tabletten mit Hilfe der Pharmako-Szintigraphie in Kombination mit pharmakokinetischen Untersuchungsmethoden¹.

Was hat sich durch die weiterentwickelte Aspirin Formulierung geändert?

Im Vergleich zwischen klassischer und weiterentwickelter Aspirin Tablette zeigte sich, dass die aktuelle, seit 2014 auf dem Markt befindliche Formulierung schneller anflutet6 und rascher ihre schmerzlindernde Wirkung entfalten kann7. Erreicht werden konnte dies, indem die Formulierung der Tablette verändert wurde: Zum einen wurde die Partikelgröße innerhalb der Tablette um 90 Prozent im Vergleich zur früheren Größe reduziert. Zweitens wurde der Tablette Natriumcarbonat zugesetzt, ein Zerfallsbeschleuniger, der für einen rascheren Zerfall der Tablette sorgt. 

Schnellere Dissolution und rascheres Anfluten dank weiterentwickelter Technologie

Diese beiden Änderungen hatten zur Folge, dass der Wirkstoff der weiterentwickelten Aspirin Tablette bis zu sechsmal schneller in Lösung geht als ihr Vorgänger in der früheren Zusammensetzung. In der Folge erreicht die weiterentwickelte Tablette 2,5-Mal schneller den Zeitpunkt der maximalen Wirkstoffkonzentration im Blut (Tmax)6. Für den Schmerzpatienten in der Apotheke bedeutet das eine doppelt so schnelle, deutlich spürbare Schmerzlinderung im Vergleich zu der früheren Aspirin Tablette7.

Rasche schmerzlindernde Wirkung

Im Rahmen einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurde gemessen, wie lange es nach Einnahme von zwei Tabletten mit je 500 mg Acetylsalicylsäure dauert, bis die schmerzlindernde Wirkung eintritt7. Eine erste schmerzlindernde Wirkung wurde bei der klassischen Formulierung nach 20 Minuten beobachtet, bei der weiterentwickelten Tablette dauerte es nur 16,3 Minuten bis zur ersten Schmerzlinderung. Bei der deutlich spürbaren Schmerzlinderung ist die weiterentwickelte Aspirin Tablette sogar doppelt so schnell. Die Schmerzpatienten profitieren somit deutlich von der weiterentwickelten Aspirin Formulierung.

Vergleich Aspirin und Ibuprofen – Große Unterschiede zwischen beiden Wirkstoffen

Auch der Vergleich von Aspirin mit verschiedenen Ibuprofen-Präparaten bei den drei verschiedenen pH-Werten 1,2, der dem Magen-ph-Wert entspricht, 4,5 und 6,8 gibt den Galenikern von Bayer recht: ASS aus Aspirin löst sich nach acht Minuten bei einem pH-Wert von 1,2 bis zu 85 Prozent. Bei höheren pH-Werten löst sich Aspirin schnell. Ibuprofen-Lysin löst sich mit steigendem pH-Wert besser, aber lediglich bei einem pH-Wert von 6,8 vollständig. Ibuprofen wiederum löst sich bei allen drei beobachteten pH-Werten innerhalb des gemessenen Zeitraums von 30 Minuten kaum (siehe Abbildung 1).8


Genaue Nachverfolgung des Tablettenzerfalls im Magen durch Pharmako-Szintigraphie

Um die bisher bekannten Fakten wissenschaftlich zu untermauern und erstmals in vivo, also im Menschen und nicht im Reagenzglas (=„in vitro“), zu prüfen und gleichzeitig bildlich darzustellen, wurde die Pharmako-Szintigraphie Studie1 durchgeführt. Sie verglich erstmals folgende drei Tabletten:

  • Aspirin 500 mg Tabletten (weiterentwickelte Formulierung)
  • Ibuprofen 400 mg Tabletten
  • Ibuprofen-Lysin 400 mg Tabletten

Abb. 1: Dissolution von Aspirin, Ibuprofen-Lysin-Tabletten und Ibuprofen-Tabletten bei drei verschiedenen pH-Werten8

Wie wurde die Studie durchgeführt?

An der Studie nahmen insgesamt zwölf gesunde männliche Probanden teil. Das Design der Studie war cross-over, randomisiert, open label und monozentrisch.(Cross-over: an denselben Probanden wurde mit genügend zeitlichem Abstand in mehreren Studienphasen unterschiedliche Präparate getestet. Randomisiert: Es wurde zufällig ausgewählt, welcher Proband welches Präparat erhielt. Open label: Arzt und Proband wussten, welches Präparat verabreicht wurde. Monozentrisch: Die Studie wurde in einem einzigen Studienzentrum durchgeführt)

Die Probanden erhielten Aspirin 500 mg überzogene Tabletten (500 mg ASS), Ibuprofen 400 mg Tabletten und Ibuprofen-Lysin 400 mg Tabletten. Die Tabletten waren mit Technetium radioaktiv markiert. Nach der Einnahme wurden über einen Zeitraum von insgesamt vier Stunden in Abständen von wenigen Minuten Pharmako-Szintigraphie-Bilder angefertigt. Während der Aufnahme der Bilder standen die Probanden vor einer Gamma-Kamera. Durch die Aufnahmen konnte bildlich dargestellt werden, wie die Tabletten im Gastrointestinaltrakt zerfielen.

Parallel zur Pharmako-Szintigraphie wurde nach der Tabletteneinnahme die Anflutung der Wirkstoffe anhand der Plasmakonzentrationen im Blut ermittelt und verglichen.

Studienergebnisse und Fazit

 

Was brachte die Pharmako-Szintigraphie Studie an Ergebnissen?

Zentrale Ergebnisse der Studie1 waren:

  1. Schnellerer Zerfall
    Aspirin zerfällt viermal schneller als Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin. Während Aspirin im Median innerhalb von nur 9 Minuten vollständig zerfiel, brauchten Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin dafür 37,5 Minuten (siehe Abbildung 2).

  2. Schnellere Resorption

    ASS aus Aspirin erreicht ihre maximale Plasmakonzentration innerhalb von 20 Minuten, Ibuprofen benötigt 68 Minuten und Ibuprofen-Lysin immer noch 42 Minuten. ASS flutet damit dreimal schneller an als Ibuprofen und zweimal schneller als Ibuprofen-Lysin. Aspirin hat zudem eine kurze Kontaktzeit mit der Magenschleimhaut und verlässt den Magen zeitig.

Aspirin weist zudem im Vergleich zu Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin eine deutlich geringere Varianz beim Zerfall auf. Die Zeitdauer bis zum vollständigen Zerfall ist damit zuverlässig vorhersagbar, die Ergebnisse unterscheiden sich nur geringfügig bei unterschiedlichen Menschen. Auch die Varianz bei der Anflutung des Wirkstoffs ist bei Aspirin im Vergleich zu Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin deutlich geringer: Während die maximale Plasmakonzentration der ASS nach 18 bis 27 Minuten erreicht war, war die Range bei Ibuprofen mit 33 bis 178 Minuten und bei Ibuprofen-Lysin mit 28 bis 118 Minuten wesentlich breiter. Die Zeitdauer bis zum Erreichen des maximalen Plasmaspiegels ist somit bei Aspirin besser vorhersagbar. Die geringere Varianz der Ergebnisse kann bedeuten, dass bei deutlich mehr Menschen der Zerfall, die Anflutung und die Wirkung der Aspirin Tablette gleich sind.

Abb 2: Die Ergebnisse des Tablettenzerfalls in der Pharmako-Szintigraphie.

Wie verträglich ist Aspirin bei kurzzeitiger Anwendung?

Im Rahmen einer großen Metaanalyse aus 67 klinischen Studien mit über 13.000 Patienten wurde Aspirin unter anderem mit Placebo und Ibuprofen in der kurzzeitigen Anwendung verglichen.9 Die Ergebnisse sowohl der unerwünschten Ereignisse insgesamt als auch in puncto Magen-Darm-Trakt zeigten kaum Unterschiede zwischen Aspirin und Placebo.* Im Vergleich zwischen Ibuprofen und Aspirin waren hinsichtlich der Verträglichkeit keine statistisch signifikanten Unterschiede erkennbar.

Die Verträglichkeit von Aspirin spiegelt sich auch in einer apothekenbasierten Anwendungsbeobachtung unter Alltagsbedingungen wider10. Nur etwa fünf Prozent der Anwender, also jeder Zwanzigste, berichteten von Nebenwirkungen. Davon betrafen die meisten den Gastrointestinaltrakt. Insgesamt 94,9 Prozent der Anwender hatten keine Nebenwirkungen. Daraus wird deutlich, dass Aspirin auch unter Alltagsbedingungen gut verträglich ist.

Zusammenfassung

Aspirin wirkt schnell und ist gut verträglich. Dies zeigte sich in den klinischen Daten als auch im Alltag: Aspirin zerfällt viermal schneller als Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin. Bereits innerhalb von neun Minuten zerfällt Aspirin vollständig. Ibuprofen und Ibuprofen-Lysin benötigen hier 37,5 Minuten. Zudem erreicht der Wirkstoff aus Aspirin die maximale Plasmakonzentration (Tmax) dreimal schneller als Ibuprofen und zweimal schneller als Ibuprofen-Lysin. Aspirin zeigt dadurch eine kurze Kontaktzeit mit der Magenschleimhaut und verlässt den Magen rasch.

Die Verträglichkeit von Aspirin sowohl unter Studien- als auch unter Alltagsbedingungen ist erwiesenermaßen gut.

Mit Aspirin kann dem Apothekenkunden ein Schmerzmittel zur Selbstmedikation von Kopfschmerzen empfohlen werden, das schnell wirkt und zudem effektiv und gut verträglich ist.



* Gastrointestinale Nebenwirkungen Aspirin®: 9,9 Prozent, Placebo: 9,0 Prozent



Autorin

Eva-Maria Hierl

Medical Writer, Apothekerin


Quellen

1 Stevens H, Voelker M, Gow L, Bieri G. In-vivo disintegration and absorption of two fast acting aspirin tablet formulations compared to ibuprofen tablet formulations using combined gamma scintigraphy and pharmacokinetics. Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG), Annual Meeting, October 2-5, 2018, Hamburg, Germany

Schrör K. Acetylsalicylic Acid. 2. Auflage. Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; 2016, 5-23

3 Diener HC et al. Aspirin in the treatment of acute migraine attacks. Expert Rev Neurother 2006, 6: 563-573

4 Eine PubMed-Analyse für den Suchbegriff „Acetylsalicylic Acid“ für den Zeitraum 01.01.2018 bis 31.12.2018 ergibt 2333 Einträge

5 Aspirin® 500 mg Tabletten, Stand September 2016/Aktren®, Stand April 2016/ Ibuprofen AbZ 400 mg akut Filmtabletten, Stand November 2015/Dolormin® Extra 400 mg Filmtabletten, Stand September 2015/IBU-LYSIN-ratiopharm® 684 mg Filmtabletten, Stand Januar 2016

6 Voelker M, Hammer M. Dissolution and pharmacokinetics of a novel micronized aspirin formulation. Inflammopharmacology 2012, 20: 225-231

7 Cooper SA, Voelker M. Evaluation of onset of pain relief from micronized aspirin in a dental pain model. Inflammopharmacology 2012, 20: 233-242

8 Bayer AG, data on file

9 Lanas A et al. Short-term acetylsalicylic acid (aspirin) use for pain, fever, or colds - gastrointestinal adverse effects: a meta-analysis of randomized clinical trials. Drugs R D 2011, 11: 277-288

10 Theurer C, Gessner U. Pharm Ztg 2016, 161(25): 38-41 



Pflichttext

Aspirin® 500 mg überzogene Tabletten
Wirkstoff: Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.) Zusammensetzung: 1 überzogene Tablette enthält: Wirkstoff: Acetylsalicylsäure (Ph.Eur.), 500 mg; sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Natriumcarbonat, hochdisperses Siliciumdioxid; Tablettenüberzug: Hypromellose, Zinkstearat (Ph.Eur.), Carnaubawachs. Anwendungsgebiete: Bei Fieber und/oder leichten bis mäßig starken Schmerzen wie z.B. Kopfschmerzen, Schmerzen im Rahmen eines grippalen Infekts, Zahnschmerzen sowie Muskelschmerzen. Bitte beachten Sie die Angaben für Kinder und Jugendliche. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure, andere Salicylate oder einen der sonstigen Bestandteile von Aspirin; wenn in der Vergangenheit gegen Salicylate oder ähnliche Arzneimittel (insbesondere andere nichtsteroidale Entzündungshemmer) mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise allergisch reagiert wurde (z.B. mit Urtikaria, Angioödem, schwere Rhinitis, Schock); aktives peptisches Ulkus; hämorrhagische Diathese; schwere Leber- oder Niereninsuffizienz; schwere, nicht eingestellte Herzinsuffizienz; Kombination mit Methotrexat von mehr als 20 mg pro Woche; gleichzeitige Behandlung mit oralen Antikoagulanzien; ab dem 6. Monat der Schwangerschaft. Nebenwirkungen: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar. Blutungen und Blutungsneigung (Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Purpura etc.) bei Verlängerung der Blutungszeit. Das Blutungsrisiko kann nach Absetzen noch 4-8 Tage anhalten. Infolgedessen kann das Blutungsrisiko bei Operationen erhöht sein. Auch intrakranielle und gastrointestinale Blutungen können vorkommen. Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische Reaktionen, Asthma, Angioödem. Kopfschmerzen, Schwindel, Hörverlust, Tinnitus; diese Störungen sind gewöhnlich Zeichen für eine Überdosierung; intrakranielle Blutung. Bauchschmerzen, okkulte oder offenkundige Gastrointestinalblutungen (Hämatemesis, Meläna etc.) mit der Folge einer Eisenmangelanämie; Das Blutungsrisiko ist dosisabhängig. Magenulzera und -perforationen. Anstieg der Leberenzyme, weitgehend reversibel nach Absetzen der Therapie; Leberschädigung, hauptsächlich hepatozellulär. Urtikaria, Hautreaktionen. Reye-Syndrom. 

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland Stand 07 / 2014




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