EMA und PEI über Comirnaty und Spikevax

Myokarditis, Corona-Impfungen und COVID-19

Stuttgart - 16.07.2021, 15:15 Uhr

Wie beeinflusst die Corona-Pandemie das Herz-Kreislauf-System? Es gibt noch viel Forschungsbedarf. (c / Symbolbild: SciePro / AdobeStock)

Wie beeinflusst die Corona-Pandemie das Herz-Kreislauf-System? Es gibt noch viel Forschungsbedarf. (c / Symbolbild: SciePro / AdobeStock)


Herzentzündung – 14 Tage nach der zweiten Dosis bei jüngeren Männern

Anhand der vorliegenden Daten kam der PRAC zu dem Schluss, dass die beobachteten Fälle hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung, häufiger nach der zweiten Dosis und bei jüngeren erwachsenen Männern auftraten. In fünf der Fälle, die im EWR auftraten, seien Menschen im fortgeschrittenen Alter oder mit Begleiterkrankungen gestorben. Ansonsten scheint eine Erkrankung (bei einem Spezialisten) gut behandelbar zu sein – wenn sie erkannt wird. Bei Symptomen sollte also sofort ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Ein entsprechender Rote-Hand-Brief wurde angekündigt. 

Bis vor kurzem hatten eher die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca sowie von Johnson & Johnson im Zentrum medialer Berichterstattung über andere Nebenwirkungen gestanden. Sind Myokarditis und Perikarditis bei Vaxzevria und bei der „COVID-19 Vaccine Janssen“ kein Problem?

Tatsächlich wurden auch für diese Impfstoffe im EWR solche Fälle gemeldet: Aus der EudraVigilance-Datenbank gehe bis Mai 2021 hervor, dass unter Vaxzevria 38 und unter Janssen keine Myokarditis-Fälle auftraten. Perikarditis wurde unter Vaxzevria 47-mal beobachtet und unter Janssen einmal. Dabei wurde Vaxzevria etwa 40 Millionen Mal und Janssen 2 Millionen Mal verabreicht. So könne bei den Vektorimpfstoffen bislang aber kein kausaler Zusammenhang hergestellt werden, erklärt der PRAC, die Unternehmen seien jedoch aufgefordert worden, zusätzliche Daten einzureichen. 



Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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