Neues Diskussionspapier aus dem BMG

Bund schlägt zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle vor

Berlin - 01.03.2021, 16:45 Uhr

Als Vergütung für testende Apotheken und andere Stellen kalkuliert das BMG mit bis zu 6 Euro pro Schnelltest plus 12 Euro für den Abstrich und das Ausstellen eines Testzeugnisses. (Foto: IMAGO / Stefan Zeitz)

Als Vergütung für testende Apotheken und andere Stellen kalkuliert das BMG mit bis zu 6 Euro pro Schnelltest plus 12 Euro für den Abstrich und das Ausstellen eines Testzeugnisses. (Foto: IMAGO / Stefan Zeitz)


Arbeitsgruppe soll Finanzierung prüfen

Daneben sollen Corona-Selbsttests für zu Hause zusehends genutzt werden können, von denen die ersten nun zugelassen worden sind. Als Einsatzmöglichkeit nennt das Ministerium, dass sie mehr Sicherheit in einer konkreten Situation geben könnten, zum Beispiel im privaten Kontext für den Getesteten selbst, aber etwa auch bei Familientreffen. Im Sinne eines „präventiven Lebenswelten-Ansatzes“ sinnvoll sei zudem ein Angebot zu ein oder zwei Tests pro Woche für Schüler:innen sowie für Beschäftigte in Unternehmen. Die Tests samt einer Einführung in den richtigen Gebrauch müssten Schulen und Arbeitgeber bereitstellen.

Denkbar wären auch Selbsttests unter „Aufsicht“ direkt vor Ort durch einen Veranstalter. Dies könnte, alternativ zu einem bestätigten Schnelltest, auch als Voraussetzung dienen, um Restaurants, Theater oder Kinos zu betreten, heißt es in dem Papier. Selbsttests sollen nun bald in Apotheken, anderen Geschäften und online zu haben sein. Mit den finanziellen Rahmenbedingungen solle sich auch noch eine interministerielle Arbeitsgruppe der Bundesregierung beschäftigen. Es solle dabei auch geprüft werden, ob Selbsttests möglicherweise die Bürger:innen nur „eine angemessene Eigenbeteiligung“ kosten sollen. Auch bei Selbsttests sollte man nach einem positiven Ergebnis einen PCR-Labortest machen und vorerst in häusliche Quarantäne gehen.



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2 Kommentare

Nichts gelernt

von Carsten Moser am 02.03.2021 um 8:35 Uhr

Herr Spahn und das BMG haben NICHTS gelernt.

Aus 9 Euro für den Test und 9 Euro Durchführung wird 6+12. Hurra!!!! Alle Sorgen der Apotheker sind sofort hinweggeblasen:

- Das Personal ist immer noch ungeimpft und wird - ohne alle unsere bisher aufgebauten physikalischen Schutzbarrieren, Filter etc) in direkten Kundenkontakt gebracht. Ein Zustand, der bei anderem medizinischem Personal zur höchsten Priorisierung geführt hat, wird bei unseren Leuten einfach ignoriert und sogar noch befördert.

- Das angedachte Pensum - quasi jeden Stammkunden zwei mal die Woche extra für einen längeren Zeitraum zu bedienen - ist faktisch nicht neben dem normalen Geschäft zu bewältigen, welches ja eh schon durch die Maskenabgabe zusätzlich belastet ist.

- Und zum Schluß ist die Vergütung immer noch lächerlich. Wer meint, mit solchen gammeligen Häppchen viele Hunde hinterm Ofen vorzulocken, der wird wohl weiter als 'Ankündigungsminister ohne reale Änderungen' bekannt bleiben.

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gut und schön

von Karl Friedrich Müller am 01.03.2021 um 17:11 Uhr

aber:
wer macht das? Das ist ein irrer Aufwand, wenn viele das Angebot wahrnehmen
und:
(was ich fürchte) das zur PFLICHT wird. Ohne 2 x Test in der Woche darfst Du dann nur noch zu Hause rumlungern, also individueller Lockdown.
Das geht in eine ganz undemokratische Richtung. Auch das "Verweilverbot" sehe ich sehr kritisch, weil das eine Aufforderung zum Gängeln der Bürger ist oder Schlimmeres.

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