Modellprojekt in Schleswig-Holstein

Erster Vertrag zur Grippeimpfung in den Apotheken ohne Verbandsbeteiligung

Berlin - 09.02.2021, 17:00 Uhr

Auch in Schleswig-Holstein sollen künftig Apotheken gegen Grippe impfen dürfen. (Foto: IMAGO / Margit Wild)

Auch in Schleswig-Holstein sollen künftig Apotheken gegen Grippe impfen dürfen. (Foto: IMAGO / Margit Wild)


Auch im Norden gibt es 12,61 netto für das Impfen

Und was für eine „Gruppe von Apothekern“ vertritt nun die Gehe? Nach Angaben des Großhändlers sind das mehr als 150 Apotheken in den Modellregionen. Darunter auch gesund leben-Apotheken. Die Teilnahme am Vertrag stehe aber auch allen Alphega-Apotheken und anderen interessierten Apotheken offen, die „sich von Gehe beim Beitritt zur Modellvereinbarung vertreten lassen“, heißt es auf Anfrage.

Was die Vergütung der teilnehmenden Apotheken betrifft, gibt es dagegen keine Überraschung: Die 12,61 Euro netto, die zuerst der Apothekerverband Nordrhein mit der AOK Rheinland/Hamburg ausgehandelt hatte, fallen auch in Schleswig-Holstein an. „Diese Pauschale beinhaltet die Dienstleistung der Impfung sowie Zuschläge für die Durchführung im Rahmen des Modellvorhabens“, so die Gehe.

„Damit bieten wir als erste gesetzliche Krankenkasse in Schleswig-Holstein unseren Versicherten eine zusätzliche Möglichkeit, sich gegen die Virusgrippe Influenza impfen zu lassen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Und der Vorsitzende der Gehe-Geschäftsführung Andreas Thiede ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Impfungen künftig auch in vielen Apotheken möglich sind. Dies stellt einmal mehr die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheke für die Versorgung der Patienten unter Beweis.“

Erste Impfungen im Laufe des Jahres

Mit den ersten Impfungen sei im Laufe des Jahres zu rechnen, hoffen die Vertragspartner. Die logistischen Vorbereitungen laufen demnach bereits jetzt an. Dazu gehören die Beitrittserklärungen der Apotheken und die Qualifizierung der Apotheker:innen. Gehe biete hierfür über die eigene Akademie ein entsprechendes Schulungsangebot an. Die ersten Termine für Theorie und Praxis sollen, abhängig von den Entwicklungen der Corona-Pandemie, schnellstmöglich im Frühsommer stattfinden.



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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