Ein Antiparasitikum gegen COVID-19?

Ivermectin: Glühende Verfechter und rationale Skeptiker

Remagen - 11.01.2021, 17:50 Uhr

Vor allem in südamerikanischen Ländern mit hohen Infektionszahlen ist es zu einem Hype um Ivermectin gegen COVID-19 gekommen. In den USA sah sich die FDA dazu veranlasst, von der Einnahme von Veterinärarzneimitteln mit Ivermectin abzuraten, um einen Missbrauch zu verhindern. (Foto: imago images / Fotoarena)

Vor allem in südamerikanischen Ländern mit hohen Infektionszahlen ist es zu einem Hype um Ivermectin gegen COVID-19 gekommen. In den USA sah sich die FDA dazu veranlasst, von der Einnahme von Veterinärarzneimitteln mit Ivermectin abzuraten, um einen Missbrauch zu verhindern. (Foto: imago images / Fotoarena)


US-Behandlungsrichtlinien für COVID-19 raten von Ivermectin ab

Für die Krankenhausbehandlung hatte die FLCCC basierend auf einem Modell für die Sepsis-Therapie zunächst das Protokoll „MATH+ Hospital Treatment Protocol for COVID-19“ entwickelt, das seit März im Einsatz ist. MATH+ steht für Methylprednisolon, Ascorbinsäure, Thiamin und Heparin sowie Statin, Vitamin D, Atorvastatin, Melatonin, Zink und Famotidin und therapeutischer Plasmaaustausch (Version 6). Jetzt wurde das MATH+-Protokoll um Ivermectin als „Kernmedikation“ ergänzt. Außerdem wurde das neue „I-Mask+ Prophylaxis- and Early Outpatient Treatment Protocol for COVID-19“ für die ambulante Behandlung veröffentlicht, in dem Ivermectin ebenfalls eine Hauptrolle spielen soll. In dem Protokoll werden konkrete Ivermectin-Dosen für die Prophylaxe und die frühe Behandlung von COVID-19 angegeben. Eine offizielle Empfehlung ist damit gleichwohl noch lange nicht verbunden.

Die US-Behandlungsrichtlinien für COVID-19, die von den National Institutes of Health (NIH) herausgegeben und zuletzt am 27. August 2020 aktualisiert wurden, raten aktuell von der Anwendung von Ivermectin bei COVID-19-Patienten ab. Nach Auffassung des FLCCC-Teams sollte dies angesichts der Datenlage dringend revidiert werden. Sie fordern, dass es sowohl für die Prophylaxe als auch für die Behandlung von COVID-19 systematisch und global akzeptiert werden sollte. Dafür gibt es durchaus einige Fürsprecher, aber es gibt auch deutliche Vorbehalte und Kritik. Jüngst wurde in den Fachmedien eine heftige Diskussion darüber losgetreten. 

Nur eine Studie aus den USA

Die Erkenntnisse basierten hauptsächlich auf Studien von außerhalb der USA, wird angemerkt, zum Beispiel aus Ägypten, Argentinien, Bangladesch, Indien, Iran, Irak, Brasilien und Spanien. Die einzige in den USA durchgeführte Studie sei die in CHEST veröffentlichte ICON-Studie, eine retrospektive Studie mit 280 Krankenhauspatienten in Florida, in der die meisten Patienten auch noch Hydroxychloroquin, Azithromycin oder beides erhielten. 

Während die Mitglieder der Allianz keinen Bedarf an weiteren Daten sehen, um die Anwendung zu rechtfertigen, halten andere eine große, verallgemeinerbare randomisierte Studie für unverzichtbar, um die Hoffnungen, die in Ivermectin gesetzt werden, abzusichern

Anhörung beim NIH-Panel 

Am 6. Januar 2021 erhielten Pierre Kory und Paul Marik, beide Gründungsmitglieder der „COVID-19 Critical Care Alliance“, sowie Andrew Hill die Gelegenheit, ihre Forderung vor dem Panel, das bei den National Institutes of Health (NIH) für die Herausgabe der COVID-19-Behandlungsrichtlinien verantwortlich ist, auf Basis der Datenlage zu verteidigen. Andrew Hill, leitender Gastwissenschaftler in der Abteilung für Pharmakologie an der Liverpool University in England, hatte kürzlich auf YouTube eine ähnliche Metaanalyse zu Ivermectin präsentiert, die die Schlussfolgerungen des FLCCC unterstützt. Das NIH-Panel signalisierte seine Absicht, die Daten zu prüfen und ihre Empfehlung zu aktualisieren, nannte aber kein Datum für ihre Entscheidung.  

Das Leitungsteam der FLCCC gibt an, keine Interessenskonflikte zu haben und keine finanziellen Beziehungen zu Unternehmen zu unterhalten, die mit Ivermectin zu tun haben. 



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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Medikamentöse Prophylaxe wenig erfolgreich

16 Kommentare

Ivermectin: Glühende Verfechter und rationale Skeptiker

von Roman König am 06.02.2021 um 7:34 Uhr

Es ist ein Skandal ersten Ranges, dass eine wirksame Behandlung und Prophylaxe durch das generische, weltweit erprobte und zugelassene und preiswerte Ivermectin in den sogenannten entwickelten Lãndern auf Grund von rein merkantilen Interessen unterdrückt wird. In Indien wird es Covid-19 positiven Patienten als Selbsbehandlungskitt nach Hause mitgegeben. Der Name des Präparats heißt Ziverdo ( Z für Zink, iver für Ivermectin und do für Doxycyclin) Der Erfolg in Indien und Bangladesch ist durchschlagen Das Präparat kostet ca 2,5 USD und ist damit ein " wenig" günstiger als das notzugelassene, nierentoxische und unwirksame Remdesivir 3000 USD oder die von Gesundheitsminister Spahn noch nicht zugelassenen Antikörper ( 2000 USD) der Firmen Lilly und Regeneron. In Mazedonien, Slovakei, Bulgarien und jetzt Rumänien und Griechenland wird Ivermectin inzwischen offiziell angewandt, in Belgien hat sich der renommierte Virologe Marc Wathelet mit einem Vorschlag an die Regierung gewandt, die Pandemie durch Ivermectinbehandlung und Prophylaxe innerhalb von 6 Wochen zu beenden. In Südafrika, Frankreich, den USA und in Italien ( hier nicht Ivermectin sondern Hydroxychloroquin) erklagen oder erklagten sich inzwischen Ärzte und Patienten das Recht auf Behandlung. Selbst Boris Johnson hat inzwischen im Parlament versprochen, die Wirkung von Ivermectin zu überprüfen, was Dr. Hill aus Liverpool im Auftrag der WHO gerade tut. Sein Zwischenergebnis lautet derzeit :Reduzierung der Mortalität um 75 %. Und in Deutschland? In Deutschland wird über die Verlängerung des Lock Downs bis zum Sanktnimmerleinstag sinniert, anstatt endlich die Bewohner in Senioren und Altenheimen durch die prophylaktische, vierzehntägige Gabe von einer Tablette Ivermectin 12 mg Ivermectin zu schützen. Hier noch 2 aussagekräftige Links

https://covid19criticalcare.com/wp-content/uploads/2021/01/FLCCC-Kory-Lecture-on-Ivermectin-YPO-Gold-SCalifornia-Jan.27.2021.pdf

covexit.com

Abschließend appelliere ich an alle Kollegen und Kolleginnen. Verbreitet die Nachrichten, dass es seit Monaten preiswerte Frühbehandlungen gegen Covid 19 gibt und widersprecht mit eurer Fachkompetenz den öffentlichen Behauptungen, dass es leider außer Impfen und Lockdowns keine Möglichkeit gibt, die Pandemie einzudämmen oder zu beenden!
Ivermectin ist in Deutschland übrigens vielfach überteuert als Driponin 4mg gegen Krätze zugelassen

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Medikament nur als Überbrückung?

von M.Hörmann am 05.02.2021 um 19:29 Uhr

Wenn wir sonstige virale Erkrankungen mit Medikamenten erleichtern können und Symptome in den meisten Fällen ausbleiben, ist dann eine Impfung nicht eher Luxus und wenig zielgerichtet?
Ressourcenschonung kann doch auch dort stattfinden, wo viele Finanzmittel vorhanden sind. Wieso soll nur in "Drittweltländern" effizient gewirtschaftet werden?

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Dosierung

von Christoph am 31.01.2021 um 20:59 Uhr

Laut der Quelle: https://ichgcp.net/de/clinical-trials-registry/NCT04529525 (ganz unten)

Bis 80kg Gewicht: 12 mg - einmal so früh wie möglich und nochmal 12 mg nach 24h. Bei Leuten über 80 kg das Gleiche mit 18mg.

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Rationale Skeptiker?

von Max am 29.01.2021 um 11:50 Uhr

Ich hab den Artikel jetzt ein zweites mal gelesen, auf der Suche nach rationalen Argumenten gegen den Einsatz von Ivermectin. Vergeblich. Wer sind also diese im Titel genannten "rationalen Skeptiker"? Bzw. viel wichtiger: was sind ihre rationalen Argumente? Würde mich doch brennend interessieren...

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Studie zu Ivermectin+Doxycyclin

von Anton Rabe am 27.01.2021 um 23:59 Uhr

Die Behandlung von Patienten mit bestätigter Covid-19 Erkrankung mit Ivermectin+Doxycyclin (Iv+Dox) wird in der Studie NCT04523831 beschrieben. Die Studie mit 400 teilnehmenden Patienten ist randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert. Die detaillierten Ergebnisse sind:

Nach 7 Tagen gesund aus der Klinik entlassen:
Iv+Dox: 60,7 %
Placebo: 44,4 %

Patienten mit schwerem gefährlichem Verlauf der Krankheit:
Iv+Dox: 8,7 %
Placebo: 17,8 %

Nach 14 Tagen immer noch RT-PCR positiv:
Iv+Dox: 7,7 %
Placebo: 20,0 %

Todesrate:
Iv+Dox: 0,00 %
Placebo: 1,67 %

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AW: Studie zu Ivermectin+Doxycyclin

von Joachim Möschel am 30.01.2021 um 21:54 Uhr

Weltweit scheinen die Pharmakonzerne alles im Griff zu haben. Die Politiker selbst sind In Ihrer Strategie von diesen Konzernen instruiert, ebenfalls die Virologen und sogenannten Experten , Medien etc. Hier geht man für hunderte von Milliarden Profit über Leichen. Wenn man liest, dass in Ivermectin ein bezahlbares, gut einschätzbares und sehr Wirksames Präparat vorhanden ist , das massenhaft Tote verhindern könnte und letzlich die Politik ausschließlich Impfstoffe präferiert, dann zweifelt man an den demokratischen Grundprinzipien. Nirgendwo in der öffentlichen Diskusion werden Alternatven zu Impfstoffen auch nur ansatzweise erwähnt. Die Bevölkerung wird daheim eingesperrt und in der Öffentlichkeit mit bizarren Regeln konfrontiert, während dessen sich Pharmakonzerne und Lobbyisten die Taschen vollschäffeln.

AW: Studie zu Ivermectin+Doxycyclin

von Joachim Möschel am 31.01.2021 um 1:30 Uhr

Wo ist denn mein Kommentar von heute Abend verblieben?

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/01/11/ivermectin-gluehende-verfechter-und-rationale-skeptiker/chapter:2

von Dr. Rudolf Völker am 24.01.2021 um 15:45 Uhr

Die Verfechter sind "glühend", die Skeptiker "rational"? Was hat diese Überschrift mit dem Inhalt des Artikels zu tun? Wer macht bei Ihnen die Überschriften? Und warum?

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Interessante Geschichte zum Thema

von Stefan Wimmel am 19.01.2021 um 10:03 Uhr

Die Familie der 80 jährigen Judith Smemthiewicz im Bundesstaat New York erklagt sich die Behandlung mit Ivermectin.
Die Behandlung wurde vorher - obwohl erfolgreich (?!) - vom Krankenhaus abgebrochen. Nach gerichtlich erzwungener Wiederaufnahme geht es ihr deutlich besser.

https://www.wkbw.com/news/coronavirus/judge-orders-hospital-to-treat-covid-patient-with-experimental-drug

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Korrekturen und Hinweise

von Philipp am 18.01.2021 um 0:36 Uhr

Der Link zum "Early outpatient protocoll" auf Seite 2 funktioniert nicht. Hier der korrekte Link:

https://covid19criticalcare.com/i-mask-prophylaxis-treatment-protocol/i-mask-protocol-translations/

Die Tabelle auf Seite 3 gibt leider nichts her bezüglich Studienergebnissen. Hier der Link zu den Ergebnissen
der Studien:

https://ivmmeta.com/

Derweil sind Griechenland, Mazedonien und Bulgarien
schon auf dem richtigen Weg. Dort wird Ivermectin bereits auf Anweisung der Regierung über Apotheken verteilt und klinisch zur Behandlung von COVID19 verwendet:

https://www.slobodenpecat.mk/en/malmed-potvrdi-za-sloboden-pechat-ivermektinot-stigna-vo-makedonija/

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Ivermectin

von Roland am 16.01.2021 um 20:34 Uhr

FDA hat schon seine Meinung am 14 Januar 2021 bezüglich Ivermectin verändert. Man kann das lesen auf dem Page des NIH. Ich hoffe dass Ivermectin schnell wie möglich überall in Welt in nächste Tage Zulassung bekommen wird.

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AW: Ivermectin

von ELKE MAI am 25.01.2021 um 21:57 Uhr

Das hoffe ich auch ! Meine Freunde aus der Dom Rep, die Corona hatten, nahmen das Medikament 6 mg - 4 Tbl ein. Der Virus stoppte nach 12-48 Std. Hinzu sollte noch VItamin D 2000-3000 genommen werden, Zink - Vitamin D.

AW: Ivermectin

von Hans am 28.01.2021 um 17:52 Uhr

...eigentlich eine Frage betr Elkes Kommentar, deren Freunde 6mg 4Tabl. eingenommen hatten: wie war die Dosis genau? 6mg per Tablette wie oft täglich oder insgesammt 6mg?

Ivermectin

von Bert Eta am 15.01.2021 um 12:54 Uhr

Danke für den Artikel!

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Elefant im Raum

von Martin Kastenholz am 12.01.2021 um 12:15 Uhr

Es gibt keinen Grund, die Zulassung von Ivermectin zur Prophylaxe und Behandlung gegen COVID-19 zu verzögern. Es gibt bereits eine genügend breite Datenbasis. Schliesslich wurde den diversen Impfstoffen ja wegen der Dringlichkeit auch der rote Teppich ausgelegt und die Zulassungsverfahren verkürzt, unter Inkaufnahme kurz- und langfristiger Nebenwirkungen, die heftiger und unberechenbarer sind als diejenigen des seit langem bekannten Ivermectin. Das Mittel könnte sofort allen bettlägerigen COVID-19-Patienten verabreicht werden. Warum hilft man diesen Menschen nicht?

Der Elefant im Raum darf hierbei nicht unerwähnt bleiben: den Impfstoffen erwächst mit dem billigen und überall verfügbaren Ivermektin eine starke Konkurrenz, die die milliardenschweren Impfprojekte weitgehend überflüssig machen könnte. Es geht also nicht nur um Gesundheit, sondern auch um viel, viel Geld.

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AW: Elefant im Raum

von Walter am 05.02.2021 um 17:53 Uhr

...erstaunlich ist nur, dass sich keiner der in Deutschland zahlreich vorhandenen Empörungsjournalisten des Themas angenommen haben.

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