Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

10.01.2021, 07:44 Uhr

„Vertrauen unter Stress" – darum bittet unser Bundesgesundheitsminister in Sachen Corona-Impfung. Gerne, wir tun was wir können. (Foto: Alex Schelbert)

„Vertrauen unter Stress" – darum bittet unser Bundesgesundheitsminister in Sachen Corona-Impfung. Gerne, wir tun was wir können. (Foto: Alex Schelbert)


5. Januar 2021

Die Drogeriemarktkette dm scheint richtig neidisch auf die Apotheken zu sein, weil Apotheken Masken verteilen dürfen. dm würde da furchtbar gerne auch mitmischen – das lässt sich aus einer Umfrage schließen, die u. a. von der Drogeriekette in Auftrag gegeben wurde. Christoph Werner, Chef von dm, lässt in einem Interview wissen, dass sich seine Drogeriekette bereits den Landesregierungen angedient hat, sich gerne bei der Versorgung der Menschen mit FFP2-Masken einbringen zu wollen. Die Online-Abverkäufe hätten gezeigt, „dass Kunden diese Artikel bei dm  suchen und erwarten“. Mein liebes Tagebuch, die Umfrage zeigt aber auch, dass sich die Menschen in der Apotheke am sichersten fühlen (86 % der Befragten), erst weit abgeschlagen kommen Buchhandel/Büchereien und Drogerien/Drogeriemärkte (54 %) und nur 20 Prozent fühlen sich im öffentlichen Nahverkehr sicher. Es sind auch die Apotheken, die nach Meinung der Befragten (99 %) bei einem harten Lockdown auf jeden Fall offenbleiben sollten, Drogeriemärkte nannten nur 76 %. Also, mein liebes Tagebuch, unsere Kunden wissen, was sie an den Apotheken haben – da geben wir doch gerne weiterhin die Masken aus.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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5 Kommentare

Hans Spahn in allen Gassen

von Jürgen Weinberg am 10.01.2021 um 10:38 Uhr

Oh, Hilfe, jetzt will Herr Spahn auch noch Kanzler werden. Dann dominiert der Zur Rose Konzern nicht nur unser Gesundheitswesen, sonder regiert gleich ganz Deutschland.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Maskenabgabe

von Sabine Schneider am 10.01.2021 um 10:22 Uhr

Was ich nicht verstehe, warum können die Menschen wo die Bons so tröpfchenweise ankommen nicht beide gleichzeitig einlösen. Warum müssen die Menschen zweimal raus ? Ps: Frau v.d. Leyen ist auch endlich eine Frau an der Spitze der EU, sehe darin keinen Vorteil.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Komm(un)ikation im Gesundheits(un)wesen ...

von Christian Timme am 10.01.2021 um 10:16 Uhr

Hätten wir keinen Jens Spahn ... wüssten wir immer noch nicht was man im Gesundheitswesen alles "richtig" machen kann.

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Komm(un)ikation im Gesundheits(un)wesen

von Bernd Jas am 10.01.2021 um 20:36 Uhr

Wieder mal gut ausgedrückt Herr Time.
"Communication Breakdown" so wie unser lockdown.
Und Corona spaltet.

AW: Komm(un)ikation im Gesundheits(un)wesen

von Dr.Diefenbach am 11.01.2021 um 10:25 Uhr

Ich gebe Herrn Jas "spaltungstechnisch"komplett Recht.Der Wunsch unseres Bundespräsidenten nach Zusammenrücken der Gesellschaft wirkt allenfalls lokal, die Gemeinschaft driftet stark auseinander, man sah und sieht es ja bereits in Kollegenkreisen beim Maskenhandel und dem teilweise auftretenden Egomanenverhalten.In der Breite hat der Einzelhandel massive Probleme, wenn wirklich ein Drittel der Betriebe unterschiedlicher Struktur Corona nicht übersteht, dann führt es zu erheblichen Neidkomponenten aufeinander.Es stellt sich ja auch wirklich allmählich die Frage,OB die Konzepte von Gastronomie und Handel nicht nach entsprechender Ausgestaltung eine Geschäftstätigkeit ermöglichen.Ich kenne genug Leute, die grossvolumig nach Lanzarote und ähnlichen Inseln reisen, dann zurückkommen und anschliessend das grosse Jammern offenbaren.Hier steigen die Zahlend,es ist auch dieser Unvernunft geschuldet.Dann BLEIBT man eben mal daheim.Übrigens schont es die Umwelt:Ich empfehle das Buch:"Die Welt neu erfinden".Auch auf diesen Seiten sieht man, dass Corona ein Spaltungstreibsatz zusätzlicher Art ist, wenn man die Ansätze betrachtet.Und die Pandemie war noch gar nicht ausgebrochen, als dieses Werk entstand.Das mal ausserhalb des Apothekenwesens

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