Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

06.12.2020, 08:00 Uhr

Was bringt uns wohl der Nikolaus? Auf jeden Fall keine Corona-Testkits – die gibt's nur bei dm (Foto: Alex Schelbert)

Was bringt uns wohl der Nikolaus? Auf jeden Fall keine Corona-Testkits – die gibt's nur bei dm (Foto: Alex Schelbert)


2. Dezember 2020 

Die nächste Wahlrunde bei der ABDA ist durch. Wie erwartet ist Thomas Dittrich zum neuen Chef des deutschen Apothekerverbands (DAV) gewählt worden, Gegenkandidaten gab’s keine. So ist das bei Apothekers. Nach zwölf Jahren an der Spitze des DAV hatte sich Fritz Becker nicht mehr zur Wahl gestellt. Der 56-jährige Thomas Dittrich aus Großröhrsdorf ist seit 2015 Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbands und seit 2017 Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des DAV. Mein liebes Tagebuch, wir wünschen dem neuen Verbandschef viel Erfolg – einfach wird’s für ihn sicher nicht, sein Amt ist kein Ausflug auf den Ponyhof. Gleich im Januar wird er den Druck spüren: Das Honorar für die von der ABDA ikonisch geliebten pharmazeutischen Dienstleistungen will mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ausgehandelt werden. Er darf sich sicher sein, diese Aufgabe wird nicht vergnügungssteuerpflichtig sein, zumal der Kassenverband keinen Zweifel daran lässt, an den Dienstleistungen der Apotheker kein Interesse zu haben. Was sonst noch auf den neuen Verbandschef zukommt, ist hinreichend bekannt: Das E-Rezept muss ans Laufen gebrach werden. Und dann gibt’s da noch die Dauerbaustelle, wie unser Honorar insgesamt vorangebracht werden kann. Im DAZ.online-Interview lässt Dittrich durchblicken, dass er für einen lösungsorientierten und sachlichen Diskurs zwischen den Gesprächs- bzw. Verhandlungspartnern steht, was bei ihm aber nicht heißen soll, dass er nicht auch hart verhandeln wird. So soll’s sein, mein liebes Tagebuch, Durchhaltevermögen wird er gut brauchen können. Und er sagt auch, dass er mit Kritik umgehen kann, das Wie sei dabei entscheidend. Was Dittrich auch ankündigte: Die ABDA, der DAV braucht personelle Verstärkung, wenn’s gut werden soll. „Wir sollten darüber hinaus nachdenken, wie wir Synergien zwischen Berlin, den Landesapothekerverbänden und unseren wirtschaftenden Töchtern noch besser und zielgerichteter nutzen können“, so Dittrich. Und er fügte hinzu, dass man auch mehr jüngere Kolleginnen und Kollegen für das Ehrenamt gewinnen müsse. Mein liebes Tagebuch, da hat er sich viel vorgenommen.



Peter Ditzel (diz), Apotheker / Herausgeber DAZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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5 Kommentare

Bohn

von Karl Friedrich Müller am 06.12.2020 um 20:35 Uhr

Im Vorwort zur neuesten DAZ schreibt Bohn von der (alternativlosen) Flucht nach vorne, von der man nicht weiß, was die bringt oder bringen soll, weil es nicht wirklich Genaues gibt. Der Rückweg und Ausweg bleibt verschlossen durch die (Un-) Taten von Spahn und ABDA. Bei der ABDA auch das konsequente Nichtstun.
Mit drängen sich Bilder auf aus der Zeit der Neandertaler, die Mammutherden über die Klippen trieben in den sichern Tod. Nur, dass wir saturierte Faultiere sind. Und uns eher freuen, wenn einer ..

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Ahnung? Nicht die Bohne!

von Bernd Jas am 06.12.2020 um 22:07 Uhr

Hallo Herr Müller,
schöne Bilder sind das nicht. Aber haben Sie mal gehört was auf dem WEF (Welt Wirtschafts Forum) so bestimmt wird. Ich meine das ist so ´ne Truppe die zwar von niemanden gewählt wurden, aber unser aller Schicksal bestimmen wollen. Corona als Mittel zum Zweck. Digitalisierung auf Teufel komm raus, Rationalisierung der Arbeitswelt auf Teuf.........und Nahrungsmittelsteuerung. Da passen wir einfach nicht mehr ins Bild; und nicht nur wir nicht.
Es wird wenig heiter und mehr als Wolkig.
Kleiner Trost; über den Letzten der zumacht freut sich dann keiner mehr.

AW: Bohn

von Karl Friedrich Müller am 06.12.2020 um 22:48 Uhr

Was mich zugegeben ziemlich irritiert, ist die Tatsache, dass sehr viele Übernahmen, einige Neugründungen neben ein paar Schließungen stattfinden.
Das passt nicht ins Bild, also meines. Offensichtlich sich doch viele Kollegen und Kolleginnen sehr optimistisch und sehen für sich die Möglichkeit einer guten Zukunft, die ich ihnen auch von Herzen wünsche.
Vielleicht bin ich ein zu alter Dinosaurier und zu sehr in meiner Welt verhaftet. Die Digitalisierung ist nicht meine. Das hab ich schon oft gesagt.
Doch bin ich überzeugt, dass der Weg der ABDA der grundverkehrte ist. Er basiert auf Spekulationen. Sonst nichts.

Was ist ein (Wahl-) Aufsatz wert…

von Gunnar Müller, Detmold am 06.12.2020 um 9:49 Uhr

...in dem nur ein Name steht!?!
In Deutsch bekommt man dafür ’ne glatte Sechs – bei der ABDA demnächst ein Präsidentinnen- bzw. ein Vizepräsidentenamt.

Dann wünschen wir den 34 Mitgliedern also am Mittwoch viel Spaß beim erneuen „Zettel-Falten“ - so nannte man bereits die Wahlen in der alten DDR. Vielleicht auch aus eben jener Ermangelung an wirklichen Alternativen…

Dazu kommt: Friedemann Schmidt war nun wahrlich kein Donald Trump – und Gabriele Regina Overwiening ist erst recht kein weiblicher Joe Biden!

Warum sollten wir also euphorisch auf den 9. Dezember schauen?

In ihren bisherigen Amtszeiten in Westfalen-Lippe hat Overwiening nichts unversucht gelassen, die Opposition in Münster entweder mundtot zu machen oder sie aber (bei eigener absoluter Mehrheit.... :-)) so stark mit ihrer eigenen Mehrheits-Vorstandsarbeit zu verbinden, dass eine vorausschauende, lebendige und tatkräftige Problembewältigung mit einem Lächeln abgewürgt wurde.
Die sinkenden Apothekenzahlen auch in Westfalen-Lippe und die unbefriedigenden Ergebnisse ihrer „intensiven Gespräche“ mit den Gesundheitsministern auf Landes- und Bundesebene sprechen Bände.
Und das Verhältnis zur Ärzteschaft: Zwar große mediale ‚Baumberger Gespräche’ — aber ohne nachhaltige Veränderungen an der Basis und für die Basis.
Und ihre vorgeschobenen Bekenntnisse zu Transparenz: reine Fassade. Was erfahren wir in WL von all ihren jahrelangen „Aktivitäten“ in den diversen Gremien und Ausschüssen in Berlin und über den wirtschaftenden „Konzern ABDA“ denn wirklich? Nichts.

Mit GRO als Präsidentin der ABDA wird sich weder die ABDA ändern noch die Uneinigkeit zwischen den Mitgliedsorganisationen noch die Situation der Apothekerschaft insgesamt politisch wie wirtschaftlich noch unser Verhältnis zu den vermeintlich so mächtigen Standeszertretern in Berlin - und umgekehrt.

Also, machen wir uns nichts vor:

Mit GRO ändert sich bei der Apothekerschaft allenfalls die Tonhöhe - aber nicht die Situation. Geschweige denn, dass sie sich verbessern würde.
Alles bleibt, wie es ist. Allenfalls mit mehr Trara, Tamtam - und Pathos.
Na dann viel Spaß ...
P. S. Und falls unsere anderen 33 ABDA-Heldinnen und -Helden ihr eine besondere Vorweihnachtsfreude machen wollen - ein kleiner Tip:
Sie liebt „Einstimmigkeit“ ....

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Was lohnt mehr?

von Ulrich Ströh am 06.12.2020 um 8:54 Uhr

Mit Jens Spahn beim ABDA-Talk sich brav und nett zu unterhalten ist vernünftig, hilft uns aber bei unseren aktuellen Problemen nicht weiter, besonders , wenn es nur Verabschiedungsgespräche sind.

Insofern lohnt der Besuch von www.starkeapotheke.de.
Immerhin 340 Unterstützer bereits.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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