Sachstand und Weiterentwicklung

Wie läuft es mit der Corona-Warn-App?

Stuttgart - 30.11.2020, 10:45 Uhr

Nach anfänglichen „Kinderkrankheiten" wird die Corona-Warn-App inzwischen positiv angenommen. (p / Foto: imago images / Political-Moments) 

Nach anfänglichen „Kinderkrankheiten" wird die Corona-Warn-App inzwischen positiv angenommen. (p / Foto: imago images / Political-Moments) 


Das Problem zu später Testung

Kritisiert wurde in der Vergangenheit bei der CWA auch die späte Vergabe von Testterminen nach Warnhinweisen. „Das System teilt nur mit, dass ein kritischer Kontakt bestand“, so das BMG. „Wenn die CWA einen roten Hinweis anzeigt, besteht der Anspruch, sich kostenlos testen zu lassen. Die Entscheidung, ob eine Testung auf SARS-CoV-2 erforderlich ist, trifft der behandelnde Arzt bzw. die Ärztin im Rahmen der Testkapazitäten. Erhalten Nutzer:innen eine Risikobenachrichtigung ,erhöhtes Risiko‘ werden Sie aufgefordert, umgehend persönliche Kontakte zu reduzieren und sich bei Symptomen an die hausärztliche Praxis oder das Gesundheitsamt zu wenden.“ Die Vergabe von Testterminen liegt demnach im Einflussbereich der zuständigen Einrichtungen. 

Auf Grundlage des dritten Bevölkerungsschutzgesetzes passt das Bundesgesundheitsministerium derzeit erneut seine „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2“ an. Künftig soll hierin klargestellt sein, dass im Fall der Testung von Personen, die eine Warnung durch die Corona-Warn-App erhalten haben, keine gesonderte Feststellung ihrer Eigenschaft als „Kontaktperson“ durch den öffentlichen Gesundheitsdienst oder durch den behandelnden Arzt notwendig ist. 

Nach dem Sachstandsbericht des BMG wurden bis 12. November 2020 rund 60.000 positiv Getestete gezählt, die über die CWA andere Personen gewarnt haben; zudem konnten seit Juni rund 3,5 Millionen Laborergebnisse bereitgestellt werden. 

Viele Länder Europas vernetzt

Die App ist auch in vielen europäischen Ländern vernetzt. Diese Anbindungen werden ständig erweitert. Nach dem derzeitigen Stand des sogenannten EFGS-Status (Europe an Federation Gateway Solution) sind außer Deutschland noch Irland, Italien, Spanien, Lettland, Ungarn, Dänemark, Polen, Belgien, Slowenien und Litauen angeschlossen. Ab 30. November sind die Niederlande, Malta, Polen, Finnland und Zypern dabei, ein Anschluss Tschechiens ist in Planung. Um die Nutzungsmöglichkeit der Corona-Warn-App auch für fremdsprachige Nutzende zu erhöhen und zu ermöglichen, sollen mit Französisch und Russisch zwei weitere Sprachversionen hinzukommen.



Robert Hoffmann, Redakteur DAZ.online
redaktion@daz.online


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