Sachstand und Weiterentwicklung

Wie läuft es mit der Corona-Warn-App?

Stuttgart - 30.11.2020, 10:45 Uhr

Nach anfänglichen „Kinderkrankheiten" wird die Corona-Warn-App inzwischen positiv angenommen. (p / Foto: imago images / Political-Moments) 

Nach anfänglichen „Kinderkrankheiten" wird die Corona-Warn-App inzwischen positiv angenommen. (p / Foto: imago images / Political-Moments) 


Beseitigung der Softwarefehler

Vereinzelt gab es in der Vergangenheit Berichte über Nutzungsprobleme, zum Beispiel Einschränkungen bei der Warnfunktion des QR-Codes. Über die Steuerung des QR-Codes sollten eigentlich auf COVID-19 getestete Personen über ihr Ergebnis informiert werden, ohne telefonisch nachfragen zu müssen. Das habe aber nicht immer funktioniert, wie Presseberichten zu entnehmen war. Offenbar sind diese Probleme jedoch inzwischen behoben, denn dem Gesundheitsministerium liegen keine Erkenntnisse über verbreitete Nutzerprobleme vor. „Vereinzelte Software-Fehler, die auch mit einzelnen Mobiltelefonherstellern zusammen hängen können, werden kontinuierlich erhoben und beseitigt“, erklärte das Ministerium.

Es gebe einzelne Nutzerbeschwerden über die Nicht-Übermittlung der Testergebnisse auf die CWA. Dies könne, neben eines möglichen Nichtanschlusses des Testlabors, daran liegen, dass im Testformular das Häkchen zur Einwilligung der Datenübertragung nicht gesetzt wurde oder der Anwender kopierte Testformulare genutzt habe, was zur Nicht-Nutzbarkeit der QR-Codes und damit zur Unterbrechung der digitalen Prozesskette führe. „In einem entsprechenden Anschreiben wurden im Oktober die ärztlichen Einrichtungen und Testzentren nochmals explizit auf diese möglichen Fehlerursachen hingewiesen“, so das BMG über die möglichen Ursachen.

Weiterentwicklungen der App

Das Ministerium prüft derzeit verschiedene Vorschläge zur Erweiterung der Funktionalitäten der Corona-Warn-App. Mit dem nächsten Update der CWA 1.7 sollen zunächst Anpassungen zur Häufigkeit des Datenabgleichs und Maßnahmen zur Steigerung der Bereitschaft zur Teilung der Schlüssel bereitgestellt werden. Es folgen Anpassungen zur Schnittstellentechnologie zur Verbesserung der Messgenauigkeit auf Basis der neuen Schnittstelle von Apple und Google. Weitere Funktionalitäten würden sukzessive umgesetzt. 

Welche Verbesserungen bei der App weiter in Aussicht stehen, hat die Bundesregierung in einem aktuellen „Bericht zur Weiterentwicklung“ zusammengefasst. Demnach wird geprüft, inwieweit eine Cluster-Erfassung technisch umsetzbar ist. Dies geschehe insbesondere unter der Beachtung, dass eine Umsetzung in der datensparsamen Architektur der CWA erfolgt sowie das Risiko einer signifikant erhöhten Falsch-positiv-Meldungen beherrschbar sein müsse. 
Zusätzlich wird geprüft, in welcher Form ein Kontakttagebuch eingebunden werden kann, bei dem Nutzer:innen der App auf freiwilliger Basis Begegnungen, wie zum Beispiel bei längeren Aufenthalten in geschlossenen Räumen, eintragen können, um diese Notizen im Fall einer späteren Infektion als Erinnerungsstütze nutzen zu können.  



Robert Hoffmann, Redakteur DAZ.online
redaktion@daz.online


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