Noweda-Generalversammlung

Noweda: Weiter starkes Umsatzwachstum, aber weniger Dividende

Süsel - 25.11.2020, 15:30 Uhr

In diesem Jahr wird der Generalversammlung erstmals eine Dividendenkürzung vorgeschlagen. (Foto: imago images / Horst Galuschka)

In diesem Jahr wird der Generalversammlung erstmals eine Dividendenkürzung vorgeschlagen. (Foto: imago images / Horst Galuschka)


Solide Bilanzrelationen

Nach Angaben des Geschäftsberichts investierte die Noweda-Gruppe im Berichtsjahr 18,7 Millionen Euro. Bei den immateriellen Wirtschaftsgütern sei insbesondere in Software zur Sendungsverfolgung, in die Telefonie und in den Zukunftspakt Apotheke investiert worden. Bauten beträfen die Erweiterung der BtM-Bereiche in Essen und Taucha. Bei der Ausstattung werden ein neuer Kommissionierautomat in Münster, Fotovoltaikanlagen in fünf Niederlassungen sowie neue Kühl- und Klimaanlagen genannt. Die Bilanzsumme stieg bei nahezu unveränderter Struktur der Bilanz um 83,2 Millionen Euro auf 1.502,6 Millionen Euro. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder stiegen um 8,9 Millionen Euro auf 264,7 Millionen Euro. Auch die Mitgliederzahl wuchs erneut, wenn auch nur um 25 auf 9.327 Mitglieder. Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 485,0 Millionen Euro (Vorjahr: 464,8 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote sank geringfügig auf 32,3 Prozent (Vorjahr: 32,7 Prozent). Im Ergebnis beurteilt der Vorstand die Vermögens- und Finanzlage der Noweda auch im Vergleich zum Wettbewerb als solide. Die Umsatzziele seien deutlich übertroffen worden. Die Ertragslage sei zufriedenstellend.

Stabile Prognose

Auch für das Geschäftsjahr 2020/21 plane die Noweda einen steigenden Umsatz, der leicht über der Zuwachsrate des Gesamtmarkts liegen werde, heißt in der Prognose des Vorstands. Die Noweda erwarte eine weitere Verschiebung der Umsätze zu Rx-Arzneimitteln. Der Jahresüberschuss wird auf dem Vorjahresniveau erwartet.

Wachstum ohne Gebietsausdehnung

Soweit die Angaben aus dem Geschäftsbericht - für Beobachter ergibt sich zusätzlich die interessante Erkenntnis, dass die Noweda auch ohne Ausdehnung des Liefergebiets überproportional wächst. In der Vergangenheit beruhte die Erfolgsgeschichte des Genossenschaftlers erkennbar auch auf der Gründung neuer Niederlassungen, mit denen ein immer größeres Liefergebiet erschlossen wurde. Diese Entwicklung war nur eingeschränkt mit dem Wettbewerb vergleichbar. Doch seit dem Geschäftsjahr 2016/17 hat die Noweda ihr Filialnetz nicht mehr erweitert und ist dennoch weiter stärker als der Markt gewachsen.



Dr. Thomas Müller-Bohn (tmb), Apotheker und Dipl.-Kaufmann
redaktion@daz.online


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