Impfstoff gegen COVID-19 (CVnCoV)

Erfolg beim Corona-Impfstoff von Curevac

Stuttgart - 03.11.2020, 07:00 Uhr

Curevac berichtet über positive Zwischenergebnisse bei seinem Coronavirus-Impfstoffkandidaten CVnCoV. (m / Foto: imago images / MiS)

Curevac berichtet über positive Zwischenergebnisse bei seinem Coronavirus-Impfstoffkandidaten CVnCoV. (m / Foto: imago images / MiS)


Der Tübinger Impfstoffforscher Curevac berichtet über positive Phase-I-Zwischenergebnisse für seinen COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV. Laut Curevac ist der Coronaimpfstoff gut verträglich und zeigt stark bindende Antikörper sowie Hinweise einer T-Zell-Aktivierung. Noch dieses Jahr sollen zulassungsrelevante Phase 2b/3-Studien starten.

Das biopharmazeutische Unternehmen Curevac hat am Montag positive Zwischenergebnisse seiner Phase-I-Studie an einem Corona-Impfstoff (CVnCoV) berichtet. An der klinischen Phase-I-Studie nahmen mehr als 250 gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 60 Jahren teil. Verschiedene Studienteilnehmer wurden intramuskulär mit CVnCoV in eskalierenden Dosisstärken von 2, 4, 6, 8 und 12 μg an Tag 1 und Tag 29 geimpft. Pro Dosisstärke nahmen zudem bis zu zehn Personen teil, die positiv auf COVID-19 getestet worden waren (seropositiv), um die Sicherheit und Immunogenität von CVnCoV auch für diese Kohorte zu evaluieren. Wie Curevac mitteilt, zeigte sich der Impfstoffkandidat in allen geprüften Dosisstärken zwischen 2 und 12 μg gut verträglich. Zudem induzierte er laut Curevac stark bindende und neutralisierende Antikörperreaktionen zusätzlich zu ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung.

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„Die Interimsdaten der Phase I sind sehr ermutigend. Sie stellen einen entscheidenden Meilenstein in unserem COVID-19-Impfstoffprogramm dar und unterstützen nachdrücklich die Weiterentwicklung unseres Impfstoffkandidaten“, erläutert Dr. Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac. Und weiter: „Nach einer weiteren Auslese der Daten und Gesprächen mit den Zulassungsbehörden fühlen wir uns in unserem Entwicklungsprogramm bestätigt und halten am Start der zulassungsrelevanten Phase 2b/3-Studie noch vor Jahresende 2020 fest.“ Diese Studie soll sodann mit einer Dosis von 12 μg durchgeführt werden.

CureVac wird in den kommenden Wochen einen detaillierten Überblick über die Phase-I-Daten erstellen und in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlichen. Derzeit wird CVnCoV auch in einer klinischen Phase-2a-Studie an älteren Erwachsenen in Peru und Panama untersucht.

Immunreaktion nach Impfung verglichen mit der bei Erkrankten

Die Immunogenitätsdaten zeigten einen dosisabhängigen Anstieg der bindenden Antikörper, was bei allen getesteten Dosisstufen auch einen Anstieg von virusneutralisierenden Antikörper-Titern zur Folge hatte. Die geometrischen Mittelwerttiter (Geometric Mean Titers, GMT) der bindenden und neutralisierenden Antikörper wurden mit den Spitzenserumtitern von 67 symptomatisch an COVID-19 erkrankten und wieder gesundeten Patienten (Human Convalescent Sera, oder HCS) verglichen. Dieses HCS-Panel nutzte Curevac als medizinisch relevanten Vergleichsmaßstab zur Validierung der Wirksamkeit von CVnCoV.

Gute Verträglichkeit

Bei einer Dosis von 12 μg stiegen die mittleren Titer der bindenden Antikörper auf das bei an COVID-19 Erkrankten gemessene Niveau an. Virusneutralisierende Antikörper stiegen bei 12 μg ebenfalls auf Spiegel an, wie sie im Serum von genesenen Patienten gefunden wurden. Die Analyse der durch T-Zellen erzeugten Immunität dauert derzeit noch an, doch lieferten erste Daten Hinweise auf funktionelle T-Zellen, die eine Aktivierung der zellulären Immunantwort bestätigen. 

Laut Curevac zeigte der Impfstoffkandidat eine allgemein gute Verträglichkeit bei allen geprüften Dosen. Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet. Bei 12 μg traten unerwünschte Ereignisse dritten Grades hauptsächlich nach Verabreichung der zweiten Dosis auf, sie umfassten Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und in geringerem Maße Fieber. Alle berichteten Ereignisse waren vorübergehend und klangen schnell ab, in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden. 
Die Formulierung von CVnCoV basiert auf der Lipid-Nanopartikel-Technologie (LNP), die von Acuitas Therapeutics, einem langjährigen Partner von CureVac, lizenziert wurde.



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6 Kommentare

Coronaimpfstoff

von Roxana am 08.11.2020 um 16:09 Uhr

Vielen Dank für Ihre Antwort, trotzdem nicht vergessen dass es gibt auch andere Eltern wie ich bin, die haben Ihre Kindern in Atemstillstand oder anafilaktischer Schick nach Impfungen gesehen! Für solche Fälle, sollte Corona Impfungen freiwillig und nicht pflichtig bleiben! Und auch nicht vergessen , dass Guillain Barre Syndrome , eine Impfung Nebenwirkung ist auch Lähmung nicht nur Poliomyelitis!!!! Die Poliomyelitis verursacht Lähmungen in weniger als 0,80% von Fälle und leider haben wir heutzutage mehrere Krankheiten die enden in Lähmungen, natürlich heißen die nicht Polyomielitis, sondern G-B Syndrome, oder Multiple Sklerosis, u.s.w. Auch wenn Sie das nicht akzeptieren wollen, die schlimmsten Krankheiten von heute sind Krebs, Auto- immunische Krankheiten, Allergien, Chronische Krankheiten und nicht Infektionen. Die weltweit Ursache von Sterben sagt das auch. In einem Welt mit Kanalisation, gesunde und ausreichende Ernährung, Vitaminen, fliessende Wasser, Antibiotika, Seife... Infektionen haben keine Chance! Aber egal, Sie werden mir nicht glauben, trotzdem wie bother gesagt, kein Problem, lassen Sie und die freiwillige impfen, ABER MACHEN SIE IMPFUNGEN NICHT PFLICHTIG! Es wird eine medikalische Diktatur sein und wird die Allergiker , die chronisch Erkrakter, die die an Impfnebenwirkungen schon leiden , die Personen die haben immunologische Probleme insbesonderes vernichten! Und noch etwas, lassen Sie bitte die Apokalyptische Theorien über Corona!! Ich kenne schon viele Personen die haben diese Infektion überlebt!!! IMPFUNGEN SOLLEN FREIWILLIG BLEIBEN! Vielen Dank!

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Coronaimpfstoff

von Roxana am 06.11.2020 um 18:09 Uhr

Wird diese Impfung pflichtig sein? Die deutsche Staaten bestellen schon 2 Impfungen für jeder Mensch in Deutschland!!!! Das bedeutet Impfpflicht kommt, oder? Was machen wir mit unsere Kinder die nach Infanrixhexa, Prevenar13 Impfungen zum Beispiel, Atemstillstand haten und haben sich mit auto immunische Krankheiten, Neurodermitis, Allergies, Astma , u.s.w erkrankt? Wie wird es sein in Zukunft? Ohne Impfung, kein Arbeit, Keine Schule, Keine Reisen??? Ist das nicht zu spartanish...nur die stärkste sollen überleben?

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AW: Coronaimpfstoff

von Klaus Michael Weigand am 08.11.2020 um 15:29 Uhr

Ich verstehe ihre Angst. Sie sollten jedoch beachten, dass eine Impfung das einzige Mittel ist, um aus dieser Situation zu kommen, in der wir uns befinden.

Es steht fest, dass man durch eine Infektion nicht lange Zeit vor einer weiteren Infektion geschützt ist. Ebenso steht fest, dass jeder, auch Sie selbst Und alle Menschen die sie lieben an einer Infektion schwer erkranken und sterben können.

Es ist immer einfacher die Gefahr in der Lösung zu sehen als die Realität anzuerkennen. Jedoch hätten wir ohne Impfungen viele schlimme Krankheiten nicht unter Kontrolle ( Beispiel Kinderlähmung, hepertitis A und B, Ebola und etliche weitere)

Ich appelliere nicht nur an ihre Vernunft und den Glauben an unsere Technik sowie Wissenschaft, sondern an
Akzeptanz und Realisierung der aktuellen Situation in der ganzen Welt und was passiert, wenn wir nicht freilwillig einen Impfstoff zustimmen insofern er denn überhaupt kommen wird. Wie sie sehen wird nicht einfach los geimpft. Es gibt strikte und klare Verfahren, die von ihnen genannte Nebenwirkungen verhindern und die Gefahr deutlich minimieren.

Es ist immernoch ihre Entscheidung, jedoch muss zum Wohle und Erhalt der Gesellschaft als auch Wirtschaft diese Entscheidung für eine Impfung ausfallen, sonst werden sie eine Welt wie wir sie vor Corina kannten nicht mehr erleben.

Das Wartenauf den Impfstoff

von Dr. Wilhelm Herdering am 04.11.2020 um 10:37 Uhr

Ein Impfstoff wird dringend benötigt, um diese Epidemie in den Griff zu bekommen.
Doch auch in der Behandlung der Krankheit könnte man wohl mehr tun.
Heute wird ein Infizierter nach Hause geschickt in die Isolation und er hofft, von seinen leichten bis mittelschweren Symptomen zu genesen ohne jede Behandlung, zugleich hoffend, dass sich kein schwerer Verlauf einstellt.
Wenn sich dann ein schwerer Verlauf einstellt, hat er sich zu Hause entwickelt und niemand hat versucht, ihn zu verhindern. Dabei weiß man doch seit Püschels Obduktionen am Hamburger UKE, dass Corona Infizierte überproportional häufig Thrombosen und Embolien entwickeln, die zum schweren Verlauf entscheidend mit beitragen dürften. Mancher geht wohl schon mit Thrombosen in die Klinik.
Dabei ist es doch nicht mal hohe Kunst der Ärzte, Thrombosen zu verhindern und eher eher deren Versäumnis, sie behandeln.zu müssen.
Mit Aspirin, Heparin und sogar Hydroxychloroquin und weiteren hat man Mittel zur Hand, Thrombosen zu verhindern.
Auch die Immunothrombosen in der Lunge könnte man wohl früher angehen.
Man muss nur mal googeln, dann stellen sich schon Ideen ein.
Vielleicht liegt darin das Geheimnis einer frühen Anwendung von Hydroxychloroquin.
Zu Aspirin bei Corona-infizierten gab es kürzlich eine US-Studie mit bemerkenswerten Erkenntnissen.
Mit Aspirin behandelte haben ein signifikant geringeres Risiko, beatmet werden zu müssen und an Covid 19 zu sterben.
https://www.fr.de/wissen/corona-ass-studie-aspirin-usa-verlauf-infektion-mildern-covid-behandlung-90082139.html

Wenn weniger Corona Patienten auf den Intensiv Stationen behandelt werden müssen, verliert Corona von selbst deutlich an Schrecken.

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Covid 19 Corona Impfstoff

von Horst Holthausen am 04.11.2020 um 9:33 Uhr

Guten Tag,
Ich bin Hochrisiko Patient und ich möchte wissen wenn der Impfstoff da ist ob es Zuzahlungsbefreit ist oder die Krankenkassen die Kosten übernehmen?
Vielen Dank für Ihre Antwort!

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T-Zellen Aktivierung

von Robert Kindermann am 04.11.2020 um 6:50 Uhr

Habe in mehreren Berichten gelesen, eine T-Zellen Aktivierung hilft auch bei Bekämpfung von Glioblastom. Stimmt das? Bitte um Info, bin an Glioblastom erkrankt.

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